Staatswirthschaft. 509
die bei der Fabrikation mancher Gegenstände einwir-ken können, so wird ihm solches gewöhnlich in den Fa-briken das erste Mal mit der Bedeutung gerügt: baßwenn es zum zweiten Male wieder vorkomme, daßauf den zu bearbeitenden Gegenstand nicht Sorgfaltgenug verwendet werde, der Schaden von seinem Ar-beitslöhne gekürzt werden würde. Daß gute, fehler,freie, ja vortreffliche Fabrikate geliefert werden, bewei-sen viele Produkte Deutscher Fabriken, und auchder Ausländer, besonders diejenigen der Engländerund Franzosen, daß aber nicht auch Fehler mitunterlaufen sollten, die man erst später entdeckt, liegt oftim Materials, in der Witterung rc., und sie kommenauch bei bestellten Arbeiten vor. Wenn aber bei Fa-brikaten häufige Mangel vorkommen, so liegt diesesgewiß daran, baß man nur eine billige Waare liefernwollte, ohne ihren FabrikationSwerth zu berücksichti-gen, weil man sein Publikum kennt, welches nichtauf den innern Gehalte der Waare, sondern nur aufden billigen Preis derselben sieht, nur diesen berück-sichtigst, übrigens mit der Waare doch die Zwecke er-reicht, die es zu erreichen beabsichtiget. Dieses istder Fall bei mehreren Galanterie- und Quincaillerie-Waaren, die dem Lupus angehören; hier genügt dieäußere Politur, die äußere Eleganz und Nettigkeit,um die innere bekümmert man sich nicht ; auch äußereFehler, wenn sie nicht zu auffallend sind und verstecktwerden können, übersieht man. Hier muß natürlichauch der Arbeiter weit schlechter bezahlt werden, oderer liefert verhältnißmäßig für seinen Lohn auch weitmehr Arbeit, als wenn diese sauberer und sorgsamergearbeitet werden müßte. — Fabriken sind gewiß derGewerbsamkeit nicht schädlich, wenn sie sich auf Ge-genstände beziehen, die kein stark besetztes Handwerkbetreffen; denn hier werden sie allerdings schädlicheinwirken, da sie den Preis des Fabrikats herabdrük-