Staatswirthschaft. 628
dels gerühmt. Zittau liefert: Butzel oder auf Eng-länbische Arc gebleichte Garlix, Creas, Dowlas,Rouans, CannoS oder La88iii8 ro^uux sie. in denHandel; auch Hercnhut liefert eine Menge blau, rothund weiß, violett, gelb und weiß gegitterker Leinwand,wie auch Zwilliche in den Handel. Aus dem Hannö-verfchen kommt besonders viel Linnen aus der Ge-gend von Osnabrück unter dem Namen Ro senk in-nen, und bann aus Hildeöheim in den Handel. ImWürtembergifchen sind besonders wegen ihrer Lein.Wandmanufakturen und ihres mit den Manufakten be.deutenden Handels Giengen, Ulm, Heidenheim, Kirch»heim, Blaubeuern und Urach im Rufe; sie schickenihre Leinwand nach der Schweiz, nach Frankreich unddessen Kolonien, und nach Italien. Die Waare bestehtin Flachs- und hänfener Leinwand, besonders in Tisch-zeugen, Handtüchern, Schnupftüchern, Bettzeugen rc.In dem Churhessischen Lande liefert besonders Nie,derhessen und Fulda viel Leinwand in den Handel desAuölandeS, sonst jährlich, ohne Fulda, für 1,500,000Rthlr. In dem Aitfuldaischen befanden sich zur Zeitder Blüte des Leinwandhandels 7000 Leinweber, diejährlich 140,000 Stück Leinwand lieferten; alleinauch hier hat in der neuesten Zeit, wie in allen andernDeutschen Staaten, dieser Industriezweig sehr abge-nommen, und wird durch die neue Organisation derFreistaaten Amerikas noch weit mehr abnehmen, dasonst viel Leinwand aus den Deutschen Staaten nachden Spanischen Kolonien ging; auch nach der zumFreistaaten sich constituirten Französischen, näm-lich nach Hayti ober St. Domingo. Auch dasGroßherzogthum Hessen und bei Rhein hat einenansehnlichen Leinwandshandel. Besonders befindensich viel Leiwandmanufakturen in Oberhessen zu Als-selb, Lauterbach, Schlitz. Auch Bayern liefert Lein-wand, jedoch nur wenig feine; auch kann sich derOec. tech. Enc. Lh. Ol-XVI. R r