63V Staatswirthschaft.
dann auch gefärbte und bedruckte oder bemalte Lein-wand aller Art zur Frauenzimmer-Bekleidung rc., unddie feinen, oben zuerst angeführten Leinenwaaren, alsBatist, Kammertuch, Linon rc>; dann Glanzleinwand,welche auch in den oben angeführten Ländern inDeutschland, als in Schlesien, Mähren, Böhmen,Sachsen, Würtemberg in der Schweiz rc. verfertigetwird, und zu Futter der Kleiber und in Hüten ge-braucht wird. Was die Leinwandspinnerey zurVervollkomnungdes Garnes betrifft, so sehe man dar-über den Artikel Spinnen und Spinnerey, Th.158, nach. — Für Preußen ist der Leinwandhandelsehr bedeutend, und die Leinenwaaren eines derHaupt-ausfuhrartikel. Schlesien allein lieferte sonst an 12Mill. Thaler Leinwand in den Handel, besonders dieStädte Hirschberg, Landshut, Schmiedeberg, Wal-denburg rc., und versandte an Waaren weit über dieHälfte der angeführten Summe ins Ausland. ImJahre1823 gingen nur für 13,984,526 Rthlr. Leinen-waaren aller Art inS Ausland, wozu die ProvinzenSchlesien, Sachsen und Westphalen das Meiste bei-trugen. Das Königreich Sachsen, dessen Leinwand-manufakturen hauptsächlich in der Lausitz sind, wieoben, S. 624 angeführt worden, liefert an 3 Mill.Thaler Leinenwaaren in den Handel, worunter auchBatist, Drillich, Zwillich und Damast. Die Lein-wandfabrikation in Böhmen soll einen Geldwerthvon 9 Millionen Fl. betragen. Die einjährige Er-zeugung an Leinwand soll über 600,000 Stück be-tragen. Zur Beförderung dieser Manufaktur sindschon zu Anfange dieses Jahrhunderts über 124 Lein-wandbleichen mit allen Erfordernissen eingerichtet wor-den, außer welchen 260 Garn- und Zwirnbleichen1800 bestanden, von denen aber nachher mehrere wie-der eingegangen sind, die sich aber jetzt wieder erhobenhaben. — In dem Baumwollenwaaren-Han-