Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft.

bunten Farben und Mustern bedruckt, und kommendann aus der zweiten Hand als feine bedruckte Waarein den Handel des Continentö, und gehen dann fürEngländische Manufakten. Aber auch in Indien wer-den die Kattune gefärbt oder farbig gewebt, gedruckt,bemalt oder bunt und reich gestickt; allein diese Waaregeht nur in geringer Menge nach Europa; sie wirdgrößkentheils in Indien selbst verbraucht. Die meistender Indischen Kattune, besonders die gemeinen undmittleren, auch selbst die feinen werden in den Euro-päischen Staaten jeht eben so gut fabrizirt, als inIndien; besonders in Preußen, Sachsen und Oester-reich. Berlin zählt allein achtundzwanzig Kattunfa-briken und sechs Kattundruckereyen, ohne die übrigenbedeutenden Fabriken in Baumwollenwaaren, dieentweder selbst große Lager von ihren Waaren halten,oder sie in den Handel schicken. Oesterreich schicktviele bedruckte und bemalte Kattune Sortimentsweisein den Handel; besonders liefert dieselbe das König-reich Böhmen und Nieder«Oesterreich. Die meistender oben, S. 634, angeführten Baumwollenwaarenliefern in Preußen die Provinz Brandenburg (hiervorzüglich Berlin, dann Potsdam, Zinna rc.); dieProvinz Schlesien (Breölau, Reichenbach rc.); dieProvinz Kleve« Berg (Elberfeld, Barmen, Neuß,Mettmane, Gladbach, Rheibt, Mühlheim an derRuhr rc.); auch die übrigen Provinzen liefern Baum-wollenwaaren, besonders die Provinz Sachsen, alleinnicht in der Menge, als die angeführten. Man rech-nete die Menge der fabrizirten Baumwollsn-Waaren,die Preußen jährlich in den Handel liefert in demdritten Jahrzehn dieses Jahrhunderts über 20 Millio-nen Thaler; in Sachsen: Dresden, Leipzig, Pirna,Chemnitz, Plauen, Bauhen, RochliH, Mitweyda rc.;in Oesterreich: Wien, Egenburg, Linz, Steyer, Salz-burg, Hallein rc. rc.; dann in Böhmen liefern, außer