638 Staatswirthschaft.
den schon oben angeführten Oertern, Münchengratz,Komothau, Landskron, Opotschna, Gculich, Königin/Hof, Senftenberg, Falkenou, Heinrichskirchen, Schön«bach, Gassengrün rc.; in Bayern: München, Augs-burg, Kempten, Memingen, Anspach, Erlangen, Aay«reurh, Schwarzbach an der Saale, Hof, Frankenthal,Kaiserslautern rc.; auch in den übrigen DeutschenStaaten findet man Baumwollenfabriken, die abernicht so bedeutend find, um auch von ihren Waarenan das Ausland abgeben zu können; sie beschrankensich mit ihrem Fabrikate auf den eigenen Bedarf, undmehrere führen auch noch fremde Waaren dieser Artein. Die meisten Baumwollenwaaren kommen inDeutschland auf die großen Messen zu Leipzig, Frank-furt an der Oder und am Mayn, Braunschweig rc.,und werden von da aus nach dem Auslande geführt;auch gehen noch von Deutschen Baumwollenwaarenüber die Seestädte Deutschlands ins Ausland. Inder Schweiz liefern die Kantone Schafhausen, Aar-gau, Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Appen-zell rc. Baumwollenwaaren von vorzüglicher Güte inden Handel, besonders Mousseline, Kattune rc.; inFrankreich: Paris, St. Quenkin, Amiens, ArraS,TroyeS, Aix, Nantes, Rouen, Evreux, Lilie, Straß-bürg rc. Der Verbrauch an Baumwolle beträgt hierjährlich nach Chaptal (in seinem Werke ckk 1'Inäu8-tris kr3iitzrn86), 24 Millionen Pfd., u. die Fabrika-tion 220 Millionen MetreS Zeuge aller Art. AusBelgien liefern Gent, Brüssel, Antwerpen, Dornik rc.sehr geschätzte Baumwollenwaaren in der Handel.Holland beschäftiget sich weniger mit der eigenen Fa-brikation dieses Produkts, dagegen führt eS viele Ost«indische Mousseline, Kattune rc. ein, und bedruckt diemeisten, oder setzt sie in Farben und führt sie dann wie-der aus. Auch in Rußland hat sich die Baumwollen-waaren-Fabrikation sehr gehoben, besonders seitdem