Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
639
JPEG-Download
 

Staatswirthschaft. 639

Anfange dieses Jahrhunderts; denn in dem ersten Lüsiredesselben bestanden ungefähr 190 Manufakturen inBaumwollenwaren, und im Jahre 1815 betrug ihreAnzahl 295, und so ist ihre Zahl nach diesem Ver-hältnisse biö auf die neueste Zeit immer gestiegen;denn im Jahre 1824 verbrauchten diese Fabriken336,232 Pfd. Twist. Dieses schnelle Aufblühen die.ser Fabriken, besonders in dem dritten Jahrzehn die«ses Jahrhunderts, rührte hauptsächlich von dem ange.nommenen Zollsysteme her, die ausländischen Fabri-kate dieser Art sehr hoch zu besteuern, um da-durch die inländische Industrie zu heben, und daßdieses nicht erfolglos war, beweisen die vielenneu angelegten Fabriken seit dem Jahre 1820;daß aber, troh dieser bedeutenden Erhöhung des Zollsdennoch viele ausländische Baumwollenwaaren Absahfinden, beweiset, daß das Fabrikat noch nicht überalldiese Güte erreicht hat, um mit den ausländischenWaaren auf eigenem Platze concurriren zu können;an hinlänglichen Waaren, um die Begehr zu befriedi.gen, möchte es nicht fehlen, auch geht dieses daraushervor, daß sich viele Fabrikanten beschwerten, nureinen geringen Absatz zu haben, daß also der Verbrauchfremder Baumwollenzeuge immer noch ansehnlich ist,trotz dem hohen Jmposte. Die Manufakturen liefernKattune, Zitze, Mousseline, nicht von besonderer Fein-heit, Parchent, Kannavaö, Manchester, Tücher,Strümpfe rc. rc. Die meisten dieser Fabriken oderManufakturen befinden sich um Petersburg undMoskwa. Dänemark, welches durch seine AsiatischeKompagnie viele Ostindische Baumwollenwaaren nachEuropa bringt, hat bei sich diesen Manufakturzweigwenig kultivirt, außer einigen Baumwollenfabriken inKopenhagen, Hirschholm und Mona, besitzt es keinevon Bedeutung; denn die Manufaktur zu Tondernliefert nur gemischte Zeuge, und die Manufaktm