Staatswirthschaft. 643
rode, Neustadt, Lüden, Grünberg, Görliß, Schön,bergrc.); Sachsen (Magdeburg, Burg, Kalbe, Gna-bau, Skendal, Salzwedel, Halberstadt, Aschersleben,Osterwick, Quedlinburg, Halle, Naumburg, Zeih, Er.fürt, Langensalzarc.); in den Rheinprovinzen (Eleve,Köln, Aachen, Burklcheid, Eupen, Monkjoie, Jm-qenbroich, Skolberg, Cornely-Münster, Düren,HeinS-berg, Crefeld, Orsoy, MeurS rc.). Die Rheinprovin-zen Preußens sind sehr wichtig in Beziehung auf dieWollenmanufakturen; denn sie liefern sehr schöneTücher und Kasimirs in den Handel, welche selbst dieEngländischen übertreffen sollen. Sie gehen bis nachIndien. In den Tuch- und Kasimirfabriken oderManufakturen zu Montjoie werden Kasimirs von vor-züglicher Schönheit, und sehr feine Tücher verfertiget,von den Letzteren besonders Drap royal, Drap be Se-govie und de Serail; auch wird daselbst das Pinna-Marina Tuch verfertiget. Die Tücher wurden nochbis zu dem Ausbruche des Russisch.Französischen Krie-ges 1812 durch ganz Deutschland, Schweden, Däne-mark, Rußland; dann nach Spanien, Portugal, Si-cilien rc. geschickt; dieses hat sich aber sehr geändert,obgleich der Absatz immer noch sehr bedeutend ist. ZuAnfange dieses Jahrhunderts zählte man fünfundvier-zig Fabriken zu Monkjoie, Jmgenbroich und Roetgen,welche jährlich für 3,750,000 Franken Waaren liefer.ten, und dieselben Fabriken erzeugten im Jahre 1810für 4 Millionen Franken Waaren, und beschäftigten1800 Arbeiter. In Stolberg fabnzirt man viel Tuch,Kasimir und Flanell durch einen neu erfundenenMechanismus. Die daselbst bestehenden Tuchfabrikenbeschäftigten im Anfange dieses Jahrhunderts an900 Arbeiter, und lieferten für 1 Million Franken, dieaber 1810 bis auf 1,200,000 Fr. Wollenwaaren ver-mehrt worden sind. Diese Waaren gingen nachFrankreich, Deutschland, Italien und der Levante.
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