632 Staatswirthschast.
macht. Von den Tüchern der Französischen Manu-faktur, die unter dem Namen Landres in den Handelkommen, und von welchen es sieben Gattungen giebt,als MahonS, die feinste, dann LondrinS promiers,Londrins soconds, LondreS karges, LondreS ohne Bei-saß, Seizainö und Aboucouchu, und die in außeror-dentlicher Menge nach Italien, der Levante und denKolonien gingen, hat sich der Absaß auch merklich ver-loren, da ihn seht andere Nationen mit ihnen theilen,besonders die Engländer. Auch mehrere beliebteSchlesische Tücher haben die Franzosen nachgemacht,besonders werden sie in den Manufakturen zu Ab-beville undRheimS in Menge fabrizirt, und unter derBenennung üvus-s eis 8>ie;8i6, ausgeführt. Siesind auf Holländische Art zugerichtet, gestammt rc. rc.Auch die Engländischen Tücher aus London werden vonihnen nachgemacht, und unter dem Engländischen Na-men ausgeführt. Auch von den Drap« <lo 6l>u886,welches starke und dichte, aber nur schmale Tüchersind, die man in einigen Manufakturen verfertiget,wurden ehemals viele für die Neger nach den Kolo-nien, besonders WestindienS ausgeführt, welches sehtsehr abgenommen hat; indessen findet dieses Tuch dochnoch in Frankreich selbst viel Absaß, indem eS zurKleidung der Dienstboten dient. Auch die Vvaps ck«feine Tücher, welche den Engländern nachge-macht worden, und jeßt zu Rheims und Troyeö häufiggemacht werden, kommen in dem Handel als Englän-dische Tücher vor, und sollen sich sehr wenig von denEngländischen unterscheiden, wenigstens kann sie nurdas geübte Auge und der Kennergriff unterscheiden.Auch die Engländischen Dozens, eine Art Halbtü-cher in Stücken von 9 bis lO Stab, werden in Frank-reich unter dem Namen <16 Dcnixuluc; nach-
gemacht. — Viele der Französischen Tücher kommenauch noch jeßt in den Deutschen Handel und auf den