654 StautSwnthschaft.
geachtet der Verbesserung der Schafzucht Frankreichs,wurde doch noch eine bedeutende Quantität Wolle ausdem Auslande eingeführt, mehr als vor der Revolu-kion; denn aus einem Berichte, welcher der Regie-rung unter Napoleon im Jahre 1812 von demZustande der Wollenmanufakturen gegeben wurde, ist zuersehen, daß die Einfuhr an Wolle vor der Revolu-tion 14 Millionen, und in dem Jahre 1812 3 t Mill.betrüg, welche Vermehrung sich jedoch nur auf feineWolle beschränkte; denn die Summe der Einfuhr angemeiner Wolle ist sich hier gleich geblieben. Der Werthder in Frankreich fabrizirten wollenen Stoffe betrugnach diesem Berichte die Summe von 370 Millio-nen Fr.; der Urstoff der von den einheimischen Herdengewonnen wurde, betrug 129 Millionen, derjenigewelcher eingeführt ward, 31 Millionen. Diese 160Millionen Franken von 370 Millionen abgezogen, las-sen 210 Millionen Franken für den Werth der Fa-brikation übrig. Der Arbeitslohn verdoppelt nun nochden Werth der Wollenwaaren. Der Absah an dasAusland war jährlich 28 Millionen Fr. Dieses giebtdaher für fabrjzirte Waaren, bei welchen der Werthdes Arbeitslohns mehr als die Hälfte beträgt, einenWerth zurück, der ungefähr jenem gleich ist, denFrankreich ihm für die Urstoffe vorausbezahlte. DaSMitteljahr der ehemaligen Ausfuhr von Tüchern be-trug nur 19 Millionen. Dabei ist die Kasimirfabri-kation einheimisch gemacht, und die Verarbeitung derTücher durch künstliche Maschinen vervollkommnetworden. Man kann aber auch nicht in Abredestellen, daß die Regierung Alles that, um diesenZweig der Staalswirchschast zu erheben; denn nichtnur suchte sie diejenigen Manufakturen durch Be-stellungen aufzumuntern, deren Tücher keinen solchenAbsah im Publikum fanden, als diejenigen derfeinen Modetüchern, sondern sie munterte auch