StaatSwirthschaft. 663
Wolle genommen wird, und das Fabrikat vollkommenhinreicht, um des Landes Bedürfniß in Tuch und inden übrigen Wollenwaaren zu befriedigen, wodurchalso das Geld dem Lande erhalten wird, wenigstensfür alle diejenigen Wollenzeuge, welche die unterenKlassen des Volks zu ihrer Bekleidung gebrauchen;nur zu den feinern Tüchern wird Wolle aus dem Aus.lande eingeführt. Die bedeutendsten Manufakturenin Tüchern, wollenen Zeugen und wollenen Skrüin»pfen sind zu Kopenhagen, Odensee, Altona und Wiborg.Auch im Holsteinüchen hat sich die Industrie in diesemZweige gehoben, besonders gute Geschäfte macht dieTuchmanusoktur zu Neumünster, auch die Pferbedeck m.fabrik daselbst, welche reichlichen Absah ihres Fabri.katS in Hamburg findet, von wo aus ihre Wa -eweiter ausgeführt wird. Die zuerst angeführte Ma,nuftikcur verfertiget auch Kalmucks von verschieden?»hellen und dunkeln Farben, und von verschiedenerFeinheit, Dicke und Gute, und die besten in solcherGüte, daß sie schwer non den Engländischen zu unter,scheiden sind. Die Niedermünsterschen Manufaktu-risten befolgen den Grundsatz sich nur mit wenigenArtikeln, z. B. nur mit Kalmucks, Frackzeugen undPferdedecken zu beschäftigen, und daher sind sie auchim Stande ihren Fabrikaten einen hohen Grad vonVollkommenheit zu geben. Ihre Waaren werden ingroßen Parthien ins nördliche und südliche Europaausgeführt und oft für Engländische und FranzösischeWaaren verkauft. Auch Kopenhagen sendet von seinenTüchern und wollenen Zeugen viel nach Schweden rc.;so wird auch von Altona aus viel von diesen Artikelnausgeführt. — Schweden liefert keine Wollenwaa.ren in den Handel des Auslandes, sondern führt selbstnoch welche vom Auslande ein; indessen ist doch dieTuchfabrikation im Flor, welche sich besonders seit demdriiten Jahrzehn dieses Jahrhunderts gehoben hak;