664 Staatswirthschaft.
denn im Jahre 1829 lieferten die Tuchfabriken Schwe.denö 461,816 Ellen Tuch, im Werthe zu 2,209,329Rthlr., worunter sehr seine Tücher, besonders aus denManufakturen zu Norrköping, in welcher Stadt sichdie bedeutendsten Tuch- undWollenzeugmanufakturen,auch Wollenstrumpffabriken, befinden, in allem 28Manufakturen und außerdem noch vier Wollenspinne,reyen; dann haben Stockholm, Nyköping, und in Nor-wegen Christiana und Kongsberg dergleichen Manu-fakturen; allein, wie schon bemerkt worden, für denBedarf nicht hinreichend; denn es werden noch vieleTücher und Wollenwaaren durch den Schleichhandeleingebracht. So sollen früher fast alle Städte südlichvon Linköping ihren ganzen Tuchbedarf durch denSchleichhandel bezogen haben, der aber jeht, so vielals möglich, abgewehrt wird. Die Tuchmanufakturenhaben sich auch durch die Verbesserung der Schafzuchtin Schweden erhoben, indem man große Einkäufevon Schafherden in Deutschland in den 1820r Iah.reu zu diesem Behufe gemacht hat. Auf dem Landeverfertigen sich die Bauern ihr Tuch und ihre Wollen-waaren selbst.— In dem Seidenwaarenhandelmöchten sich England und Frankreich in Hinsicht desVorzugs der Seidenwaaren streiten, und es wird hierschwer werden, den Ausschlag für diesen oder jenenStaat zu thun; denn Einige wollen den FranzösischenSeidenwaaren den Vorzug zugestehen, Andere wiederden Engländischen; indessen scheint rS doch, daß selbstdie Engländer die Vorzüglichkeit der FranzösischenSeidenwaaren anerkennen, indem viele Engländischenund die meiste« Schottischen einst blühenden Seiden-Manufakturen die Seide in der neuern Zeit mit derBaumwolle vertauschten, worin sie jeht allerdingsein Uebergewicht über Frankreich, und die andern Na-tionen behaupten; allein sie sind doch wieder in derneuesten Zeit zur. Seidensabrikacion zurückgekehrt,