Staatswirthschafl. S7L
wo es nur in den Provinzen des Staates anging,Maulbeerbäume anzupflanzen befahl. Er bewirkte da-durch, daß man sich mit Eifer auf die Seidenmanu-faktur legte, und Zeuge aller Art, von den schwerstenund reichsten, bis zu den halbseidenen Zeugen herab,dann Bänder, Strümpfe, Handschuhe rc. in seinemLande, besonders in der Residenz Berlin, fabrizirte,welche Manufakte sich selbst im Auslande Ruf er-warben, wie die Gros de Tours, besonders die ge-musterten und brofchirten, die auch den Namenknussiennes im Auslande erhalten hatten, weil siegefielen, so auch die Damaste und Atlasse. Mit Wohl-gefallen konnte daher dieser Monarch am Abend seinesLebens auf diese Schöpfungen blicken, denn sie warensein Werk, sie waren die Erzeugnisse seiner rastlosenBemühungen, die überall in seinem Staate Lebenverbreiteten, glückliche frohe Menschen schufen. Vor-gearbeitet hatte nun Friedrich der Große zu jederConcurrenz mit dem Auslande, unter seiner glorrei-chen Regierung wurde sie nicht eröffnet; denn auchEngland behielt, im Bewußtseyn seiner Kraft, in allenFabrikaten und Manufakten sein angenommenes Sy-stem bei, fremden Erzeugnissen dieser Art den Ein-gang in seine Staaten zu wehren, weil es wohlwußte, daß seine Erzeugnisse wegen ihrer Güte undihres erlangten Rufs doch ihre Abnehmer fanden, undder bedeutende Absaß derselben diesen Staat reichmachte> auch seine politische Bedeutsamkeit erhöhete;denn nur dieser Reichthum verschalte ihm die Mittelzur Vermehrung seiner Flotten, seiner Kolonien, ver-schafte ihm Eingang in und Einfluß auf mancheStaate» durch seine Subsidien; kurz sie waren derGrund von Allem, was jetzt Englands Größe aus-macht; und dennoch war England nicht vermögendsein System während der Herrschaft Napoleons inFrankreich durchzusetzen; es mußte nach dem Sturze
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