Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
705
JPEG-Download
 

StaalSwirthschast. 7VS

ansehnliche Rabatt bewilliget worden. Dieser Handelwird aber nicht mit der Reelität geführt, wie es seynsollte, welches daraus hervor geht, daß der Rabatt, dendie Buchhändler ihren Kunden geben, sehr ungleichund oft bei baarer Zahlung ziemlich hoch ist, weil sieselbst Werke bei dieser Zahlung mit einem ansetzn,lichen Rabatte von 40 bis 50 Prozent einhandeln, umdann wieder 25 Prozent ihren Kunden geben zu tön-nen. Dieses ist von den meisten ansehnlichen Buch-händlern oft gerügt worden, allein ohne Erfolg. DieseUnregelmäßigkeit des Buchhandels hak den Nachtheilfür den Verleger, daß er von seinen Werken selbstwenige zu einem soliden Preise absetzt, sondern immernur durchKommissionaire oder Unterhändler, denen ereinen bedeutenden Rabatt geben muß. Dieses ist nundie einigermaßen Nachtheilige Seite des DeutschenBuchhandels, die das bei demselben wieder ver-dirbt, was er von einer Seite durch die KorporationS-Verhältnisse Gutes hat. Ehemals, das heißt, bis zuden I780r Jahren, wurde den Privaten gar kein Ra-batt gegeben, nur die ehemalige Gelehrten-Buchhand-lung in Dessau soll dieses zuerst in der genannten Zeitgethan haben, und so ist denn diese Sitte aufgekom-men, und hat sich bis auf die neueste Zeit fortgepflanzt,immer in zunehmenderProgession,daß wenn erst8^ u.10Prz. gegeben wurden, so stiegen diese Prozente auf12,16Z, ja bis auf 20 Prz., und bei baarer Zahlung auchoft auf 25 Prz., wie oben angeführt worden. Merk-würdig ist eö, daß der Buchhandel in den verschiede-nen Staaten etwas Abgeschlossenes ist, das heißt, daßkein so reger Verkehr mit den fremden BuchhändlernStatt findet, als es bei den Kaufleuten der Fall ist,die durch die ganze Welt einen Verkehr unter sich er-halten. Hier kommen aber nur wenige fremde Schrif-ten nach Deutschland, und so gehen auch wieder we-nige Deutsche Schriften nach dem Auslande, nach<l)e<. tech». Enr. TH. H.XVI. P y