Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
707
JPEG-Download
 

Staatswjrthschaft.

707

selbst Spanische kommen jetzt in den Deutschen Han-del, nur, wie schon oben bemerkt worden, in geringerAnzahl, auch gehen von unsern Werken, besondersden Klassikern der Deutschen, jetzt mehrere nach Frank-reich, England rc., und werden daselbst übersetzt, wasfrüher nicht geschah, indem man der Deutschen Litera-tur im Auslande keine große Aufmerksamkeit schenkte.Im Magazin für die Literatur des Au slan-des wird in einer Tabelle daö Verhältniß des Bücher-bedarfs zwischen England und Frankreich, nebst demGeldwerthe der gegenseitig ausgeführten Werke vomJahre 1821 bis l832 angeführt, woraus hervorgeht,daß in den ersten fünf Jahren die Summe der Bü-cher im Zunehmen; dann zwei Jahre hindurch imAbnehmen; dann wieder im Zunehmen bis zur Revo-lution 1830, und dann wieder im Abnehmen sich be-fand. Es wurden nämlich aus Frankreich nach Eng-land ausgeführt:

1821

81,127 Bde.,

an Werth 407,534

1825

178,366 -

014,528

1830

108,897 -

554,545

1832

48,954 -

435,328

Aus England nach Frankreich:

1821

19,086 Bde.,

an Werth 110,375

1825

19,036 -

132,144

1830

12,714 -

154,276

1832

19,682 -

131,318

Hieraus geht nun hervor, daß Frankreich weit mehrBücher nach England schickt, als dieses nach Frank-reich. Dieses Mißverhältniß soll seine besondern Ur-sachen haben, theils weil Frankreich meist bieVermitt,lerin des Buchhandels zwischen England, Deutsch-land und Italien ist, und daher erhält England dieDeutschen und Italienischen Werke durch die Händeder Franzosen; und dann drucken Französische Buch-

Av 2