Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
708
JPEG-Download
 

708 Staatswirthschast.

Händler sehr viele Engländische Werke nach und diesewerden dann auf dem Continenre viel wohlfeiler ver.kauft, als diejenigen, die aus den Londner Pressenhervorgehen; dagegen lassen die Engländischen Buch.Händler Französische Werke nur selten nachdrucken.Und dann soll man auch in Betracht ziehen, daß vielmehr Englandische Werke ins Französische übersehtwerden, als umgekehrt. — Beim Buchhandel ist nunnoch besonders der Verlags- und Sortimentshändlerzu unterscheiden, indem sich der Erstere bloß mit denvon Gelehrten übernommenen Manuskripten beschäf-tiget, sie honorirt, drucken laßt, und dann versendet, sieden andern Buchhändlern als Novilät zur Oster. oderMichaelis-Messe zuschickt, entweder ä vonclition oderauf feste Rechnung; Las Letztere, wenn sie von denBuchhändlern selbst verlangt werden, d. h. bei ihnendarauf Bestellungen eingelaufen sind, oder sie selbstsich einen sicheren Absah versprechen, besonders vonWerken, die ein großes Publikum haben, wie es z. B.mit demBrockhausischen Conversationslexicon derFall war; denn von diesem Werke nahmen die Buch-händler viele Exemplare auf feste Rechnung, weil derAbsatz gewiß war. Der Sortimentshändler giebtsich nur mit dem Debile der verschiedenen gedrucktenWerke oder Schriften ab, die ihm von andern Buch-Händlern u vonckition zugeschickt werden. Erhat daher nicht das Risiko des Verlegers und gehtsicherer; denn der Verleger, der Papier, Druck, Ho-norar bezahlen muß, kann doch bet vielen Werken nichtwissen, ob sie einschlagen werden, ob er seine Rech-nung bei dem darauf verwende»« Kapitale findet.Man will zwar die Bemerkung gemacht haben, daßauch das schlechteste Werk, das heißt, nicht in Hin-ficht seines Inhaltes, sondern in Beziehung auf semenAbsatz, sich immer so stellt, daß die Kosten herauskommen, wenn auch kein Gewinn dabei gemacht wirb;