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StaatswLrthschaft.
weil in diesem Lande über Alles strenge gewacht wird,was auf die Handlung Bezug hat und dieser scha-den kann. Die vorzüglichsten Mangel der meistenConcursordnungen sind: die Langsamkeit in Beendi-gung derConcurse, keine gehörigen Maaßregeln gegengewisse Mittel, welche der Kaufmann vor Eröffnungdes Concurses zu seinem Vortheile anwenden kann rc.Um dem Bankerotte oder Fallissement vorzubeugen,wird öfters ein Moratorium ertheilt, baö heißt, wennein Kaufmann seinen Gläubiger nicht zur bestimm-ten Frist befriedigen kann, wohl aber nach einigemAufschübe, und solches nachweiset, so kann er um einMoratorium oder einen AnstandSbrief nachsuchen, wel-cher ihm auch gewöhnlich ertheilt wird; dieses kannnicht ohne Verminderung seines Kredits geschehen, wenner gleich dessen gänzlichem Verluste dadurch vorbeugt.
Was nun aber dem Handel das Leben giebt, wasihn erst allen Theilen der kultivirten Welt so ersprieß-lich macht, sind die beiden Mittel: Geld und Wech-sel. Das Geld darf nicht selbst ein Bedürfniß zu er-füllen im Stande seyn, weil es sonst seinem eigent-lichen Zwecke, Bedürfnisse dadurch befriedigen zu kön-nen, entzogen wird; es darf auch nicht leicht vergäng-lich seyn, weil dieses sonst Störung in den Handelbringen würde; auch muß es die Eigenschaft haben,mit der Waare verglichen werben zu können, dasheißt, daß man auch wirklich den Werth in ihm gegendie Waare erkennt, das Verhältniß des Geldes zurWaare nach Quantität und Qualität zu ermessen imStande ist. Ein Mehreces über das baare Geld, des-sen Circulation, und in wie fern diese nützlich ist, indemdadurch mittelst quantitativer, qualitativer oder lokalerVeränderung dem Nationalvermögen etwas zuwächst,so wie über Diskonto, Zinsen und Kredit; s. Th. 167.Hier schließt sich nun der Wechselhandel an, der alsdas wirksamste Beförderungsmittel der Handlung im
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