732 Staatswinhschast.
Geld, als daö Courant ist, wenigstens die feineren grö-ßeren Münzforten gewählt, wodurch das Agio aufBankogeld oder auf Bankovaluta entsteht.Die Bank wird jährlich zu einer bestimmten Zeit aufeinige Tage geschlossen, um alle Rechnungen zu revi-diren und zu saldiren, wozu jeder Kreditor dann feinBankobuch mit der Rechnung der Bankobuchhaltervergleichen u. reguliren muß.— Das Wesentliche derZettelbank besteht darin: daß hier ein Jeder Geldniederlegen kann, und dagegen einen Schein, Bank-schein, oder eine auf die eingelegte Summe lautendeAnweisung ausgefertiget erhalt, auf deren Zurückliefe«rung er das Geld in baarer Münze wieder zurücker-hält. Diese ausgegebenen Scheine oder Anweisungen,Banknoten, Bankzettel genannt, kursiren nunwie baareö Geld, weil sie sn zrorleuv zahlbar sind.Die Bank spekulirt dagegen mit den eingelegten Geld-summen zum Vortheile der Geldeinlegenden (nicht derjedesmaligen Bether der Banknoten), welche nach Ver-hältniß ihrer Einlagen am Gewinnste Theil nehmen.Die Zettelbank erleichtert zwar auch den Kaufleutendie Zahlung, jedoch ist ihr Nutzen für diese ungleichgeringer, als der, welchen ihnen die Girobank leistet;denn jene ist gemeiniglich eine Finanzoperation, zurZeit der Noth das Geld der Einwohner ohne gewalt,same Erpressungen zusammen zu bringen; allein siekann auch bei einigem Mißbrauche den Staat umGeld und Kredit bringen. Dergleichen Banken wer-den auch gewöhnlich vom Staate, der Regierung, er-richtet; auch giebt der Staat oder der Regent denGrundfonds dazu her, das heißt, er legt ein gewissesKapital zur Sicherheit darin nieder, welches nichteher zurückgenommen werden soll, bis alle Inhaberder Banknoten wegen ihrerForderung befriediget wor-den. Wenn aber das Kapital von Privatpersonenzusammengebracht wird, so wird es in kleine Theile,