Tillaiidsie (bereifte). Tillandsie (einfachährige). 39
mcn, auch einige in Flüssen und an Ufern. Dietrichsagt in seinem Lexicon der Gärtnerei und Bota«ni k (der bei diesem Artikel benutzt worden), daß er nochkeine dieser Pflanzen in den unter seiner Direktion inEisenach und Wilhclmsthal stehenden Gärten knltivirthabe. und glaubt auch, daß das Ziehen derselben in denNord. Deutschen Gärten einige Schwierigkeiten habenwerde. Da sie in warmen Ländern zu Hause gehöre»,so soll man sie in Treibhäusern, wenigstens in der zwei-ten Abtheilung derselben, ziehen. Diejenigen Arten,welche auf hohen Gebirgen und im nördlichen Amerikaeinheimisch sind, könnten vielleicht unsere Winter imFreien aushalten. Im Pflanzengarten zu Paris ziehtman einige Arten auf verwesendem Holze, auf Baum-stämmen rc. Dietrich ist der Meinung, obgleich ernoch keine Tillandste kultivirt hat, daß manche minderzärtliche Art unter einer zweckmäßigen Behandlung inunsern Gärten gedeihen wird; man muß sie aber nachund nach an leichte Dammerde, die von faulem Holze rc.bereitet wird, gewöhnen. Das gute Fortkommen solldann noch befördert werden, wenn beim Einpflanzen der-selben in Töpfe um und zwischen die Wurzeln einigekleine Stücken Baumrinde gelegt werden. Auch inEng-land zieht man mehrere Arten in Treibhäusern. Obübrigens die Kultur dieser Pflanzen, außer den botani-schen Gärten, in Deutschland auch in den PrivatgärtenBeifall finden werde, ist zu bezweifeln, wenigstens hörtman bis jetzt nichts von ihrer Kultur, und da sie alsZimmerpflanzen wegen ihrer Schmarotzernatur sich nichtgut eignen, so möchten sie auch keinen Handelsartikelfür die Kunstgärtner abgeben, mithin auch nicht in derenGärten und Treibhäusern gezogen werden.
Tillandste (bereifte), 1 illnntlsirr »ruinös», s. oben,S. 37.
— (einfachährige), 'I'illuuä->i» monostachi», s. daselbst, S. 38.