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Tinktur.
sind, entweder klein schneidet, stoßt oder reibt, solche ineinen gläsernen Kolben, dessen Oeffnung nachher miteiner Blase vermacht wird, schüttet, den Weingeist oderdas dazu vorgeschriebene Auflösungsmittel hinzugießt,und das Ganze in dem Sandbade dem Digerirfeueraussetzt, wobei man das fleißige Umschütte!» nicht un-terlassen muß, welches die Ausziehung befördert. Hier-bei ist noch zu beobachten, daß die Blase mit einer Na-del durchstochen werden muß, damitwedcrdieeingeschlos-sene Luft, die durch die Wärme ausgedehnt wird, nochdie in Dampf verwandelte Feuchtigkeit das Glas zer-sprenge. Statt der Verbindung mit Blase pflegt manoft kleine oder auch blinde Helme auf die Kolben zulutiren, weiche im Sande nicht tiefer stehen müssen, alsder Raum beträgt, der darin gefüllt ist, und von demBoden der Kapelle selbst drei Ouerfinger hoch abste-ben. Die Wärme darf nur gelinde seyn. Bei den zu-sammengesetzten Tinkturen ist man eine Ordnung desAusziehens zu beobachten verbunden. Wenn z. B. ineiner Vorschrift Wurzeln, Harze und Oele erfordertwerden, so extrahirt manzucrst dieWurzeln; wenn diesenachher durchs Auspressen abgesondert worden, schüttetman dieHarze, und wenn diese aufgelöset sind, dieOelchinzu; oder man extrahirt jede Substanz mit einer zu-reichenden Menge des Auflösungsmittcls besonders, undvermischt nachher die erhaltenen Extraktionen oderAuf-lösungen mit einander. Damit dieExtraclion oder Auf-lösung der Körper oder Substanzen besser geschehe,pflegt man denselben eine geringe Portion weinsau-res Kali oder Wcinstcinsalz (8a1 tartnri) zuzusetzen,wodurch nicht nur das Auflösungsmittel geschickter ge-macht wird auf die Substanzen, die durch das Kalivorher durchdrungen und auseinandergesetzt worden, zuwirken, sondern es wird auch bei den mit Weingeist be-wirkten Tinkturen ein ordentlicher, seifcnähnlicherLiguorerzeugt, der in der Heilkunde um so besser ist, da man