Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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nicht nöthig ist. Man hat auch unsichtbare odersympathetische Tinten, die verschwinden, und wie-der erscheinen, je nachdem man mit einer gewissen Flüs.sigkeit schreibt, und das Geschriebene durchs Wasserzieht, oder an die Wärme hält, um das Geschriebenesichtbar zu machen rc. Don diesen Tinten handelt derArtikel: S Y m p a t h c t i s ch e T i n t en, Th. 178.S. 580 u. f. — In Hinsicht der Sprache: Du wirstin die Tinte kommen, im gemeinen Lebeir, Du wirstübel ankommen, wo Tinte für Brühe, Farbcnbrühezu stehen scheint, welches Wort in diesem Falle gleich-falls gebräuchlich ist: In der Tinte sitzen, sich iuVerlegenheit, in einem üblen Handel befinden. — Inder Malerei) wird jede zusammengesetzte Farbe, nach demJtalicuis. liuto und Franz, leinte, Tinte genannt.Die ganze Kunst des Kolorits besteht in der Wissen-schaft der Tinten und halben Tinten. — Was diegewöhnliche Tinte, schwarze Tinte, betrifft, sosoll die Erfindung derselben sehr alt seyn; denn wennes wahr ist. daß bei den Chinesen der Stein Ale so vielals Tinte bedeutet, oder doch eine Art derselben darausgemacht worden ist, so ist sie sehr alt; den» ein Chinesi-scher Schriststcller, nach dem du Halde, in dessenDescription ele In Obinv, low. II., führt an, daß derberühmte Kaiser Wnwaug, der um das Jahr derWeit 2899 oder 1084 Jahr vor Christi Geburt lebte,über die Tinten folgenden Sitteuspruch gemacht hat:So wie der Stein lÜo, dessen man sich zum Schwär-zen der geschnittenen Buchstaben bedient, niemals weißwerben kann, so behält auch ein unverschämtes Herz im-mer seine Schwarze. Mau soll auch schon zu MosesZeiten, der im fünf und zwanzigsten Jahrhunderte derallgemeinen Zeitrechnung lebte, mit Tinte geschriebenhaben, so wie ihrer auch schon Jcremias, Kap. 13.D. 18, Erwähnung thut, der ums Jahr 3777 lebteHier sagt der Schreiber Daruch, daß er die Rede des