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Tinte.
denen Buchstaben aufpurpurfarbe»em Grunde,Nr.1182,dergleichen es in dieser großen Sammlung noch meh.rere gegeben haben soll, indem die Gebetbücher zumGe-brauche der Fränkischen Könige fast alle mit goldenenBuchstaben geschrieben sind. Noch im siebzehnten Jahr.Hunderte befand sich in einer Münch Hausischen Bi-bliothek ohnweit Schwaneburz die ganze Bibel vonder Aebtissin zu Gandershcim, Sophia der Ersten,der Tochter des Kaisers Otto, mit Gvldtinte in La«tcinischer Sprache geschrieben. In den Kellern eineszerstörten Tempels zu Semipalat in Sibirien fand manverschiedene Rollen von starkem geglätteten blauen undschwarzen Papiere mit goldenen Buchstaben ganz be-schrieben. Die Schrift war Mantschurisch, und sowohldie Originalrolle, als die Übersetzungen, befinden sich inder Bibliothek der Akademie der Wissenschaften zu St.Petersburg. — Mit Silber geschriebene Handschriftensind schon seltener, als die mit Gold geschriebenen, undauch von dieser Art findet man Einige. So z. B. be-findet sich in der Königlichen Französischen Bibliothekein Manuscript des Gregorius Nazianzcnns mitsilbernen Buchstaben, worin die biblischen Stellen mitGold geschrieben sind, und in der Zürichischen Biblio-thek ein dergleichen Psalmenbuch aus dem siebente»Jahrhunderte auf Purpurpergamcnt mit goldenen Ti-teln. Auch die Handschrift der Gothischen Uebersetzungder vier Evangelisten von dem Ostgothischen BischöfeUlphilas, der um das Jahr dreihundert und fünfziglebte, welche sich in dem berühmten (Hoclox iU'Konte»8befindet, den die Schweden im dreißigjährigen Kriege inder Abtey Werden in Westphale», und nachher in Praggefunden haben, von da er nach Upsala gebracht wurde,wo er noch jetzt aufbewahrt wird, ist mit Silber geschrie-den; dieAnfangsbuchstaben sind aber vergoldet oder mitGoldrinte geschrieben, die flüssig aufgetragen worden,indem sie sich in das Pergament einzog, und fest haftete