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Tinte.
Länge der Zeit gelblich geworden oder durch die Feuch.tigkcit des Archives, und die grüne nicht etwa eine Un-terlage von einem mit Gold geschriebenen Buchstabengewesen ist. Ueber die Bereitung der Tinten auf chemi-schen Wege diente in dem siebzehnten Jahrhunderte alsRichtschnur oder Wegweiser der schon oben, S. 86,angeführte Caneparius, dessen Werk zu Venedig1619 zuerst erschien, dann 1660 in London, und 1718zu Rotterdam wieder aufgelegt worden ist. Die darinmitgetheilten Rezepte haben seinen Nachfolgern man«cherlci Anleitungen und Vorschriften zur Bereitung derschwarzen Tinte gegeben; allein keiner seiner Nachsol-ger hat darüber so gründlich gehandelt, als Levis. Die-ser machte Versuche in der Bereitung der schwarzenTinte fünfzehn Jahre hindurch, von 1748 bis 1763,wo er seine Versuche herausgab oder bekannt machte,und bis dabin ist es erweislich, daß wir keine regelmä-ßige und auf richtigen Grundsätzen beruhendeZubereitungder Tinte auszuweisen haben*). Aus Levis folgtenmehrere Chemiker, die diesen Gegenstand gleichfalls ih-rer Aufmerksamkeit werth hielten, und auch Tintenfa-brikanten, wie Lambert, Black, Wiegieb, Rin-nemann, Macquer, Halle, Berthollet, Ha-gen, Pfannenschmid, Wannovsky, Ribau-court, Proust, v. Mons, Desormeaux, Fuchs,Westrumb,Trommsdorf.Hermbstädt und vieleAndere, die einzelne Zubereitungsarten der schwarzenTinte in technologischen Journalen, Zeitschriften rc.mitgetheilt haben; denn über einen so wichtigen Gegen-stand, als dieTinte und das Papier, konnten wohl nichtgenug Forschungen angestellt werden, um hierin etwaszu liefern, das nach Jahrhunderten noch die Beweisevon eingegangenen Verbindungen, Privilegien, Consti-tutionen rc. rc. den Nachkommen in den Dokumente»
*) S- Oommsreium pliilosopiileum teelimoum, or tlis pliilo«opkieiil sommere« vk ^>t8 bx t,evis. t^on3on, 1763. 4.