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Tinte.
darüber aufstellt oder mittheilt; so auch von Kirchen-registern, gerichtlichen Urkunden re., die zum Belegein Familienangelegenheiten rc. den Nachkommen dienenkönnen; wenn die Zeit, die dazu bestimmten Archive,und andere Begebenheiten solches zulassen.
Ueber die verschiedenen Zubereitungen derschwarzen Tinte zum Schreiben bei den Al-t en läßt sich hier nicht viel mehr sagen, als schon oben,S. 86, angeführt worden ist. Nach dem Pliniusund Ditruv bereitete man sie hauptsächlich aus Nuß,der sich in den Oefen und Bädern angesetzt hatte, unddann nach der Auflösung mit Gummi vermischt wurde-Zur Auflösung nahm man Wein, Essig, auch wohl nurWasser ; Letzteres bloß als Zusatz, wenn man den Nußmit Wein oder Essig zerrieben und aufgelöset halte,um die Masse zu verdünnen. Auch nahm man, wieschon angeführt worden, Kohlenstaub, den man durcheinen Zusatz von Gummi oder Leim, in Essig oder Weinaufgelöset, zum Schreiben fähig machte. Auch die Farbedes Tintenfisches oder Dintenfisches (Din-tenschnecke, Sepia), ollieioali», ein schwar-zer Saft, welcher aus einer eigenen Drüse im Körperdieser Schnecke abgesondert wird, und sich im Unterleibein einer Blase befindet, diente zum Schreiben, als Tinte;wenn er getrocknet in der Blase zum Handel kommt,wird er zu dem genannten Zwecke mit etwas Weinessigausgelöset. Daß ihn schon die Alten zu diesem Zweckegebraucht haben, will man aus der Satyre des Per-sius, V. 13, ersehen; indessen läugnet Plinius, daßman ihn dazu gebraucht habe; dagegen führt cr(B.27,C. 7) an: daß man Wcrmuth unter die Tinte gethanhabe, zur Erhaltung des Papiers und des Pergaments.Die Nordischen Völker haben sich aber der Sepia stattder Tinte bedient.— Die Zubereitung der schwär-zen Tinte zum Schreiben bei den Neuern istdurch die vielen Versuche, die von Chemikern, wie obenOec. techn. Enc. Th. tLXXXV. G