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Tinte.
angeführt worden, bis in die neueste Zeit damit ange.stellt worden sind, endlich dahin gelangt, bei der wissen-schaftlichen Bearbeitung dieses Gegenstandes seit demAnfange dieses Jahrhunderts, das Verfahren dabei auffeste Grundsätze zu bringen, wodurch derjenige, der sichmit ihrer Fabrikation beschäftigen will, indem er dar-nach verfährt, leichter zum Zwecke gelangt, eine brauch,bare Tinte zu liefern. — Die wesentlichsten Theile,welche zur Darstellung einer guten Tinte erfordert wer-den, bestehen in einer reich mit Gallussäure versehenenvegetabilischen Substanz, in einem eisenhaltigen Salze,in einer klebrigen Substanz, die im Wasser lösbar ist,und im Daseyn eines reinen guten Wassers. Als Ei-genschaften einer vollkommen guten Tinte kann manverlangen: daß sie 1) eine sehr schwarze Farbe be-sitzt; 2) leicht und gleichförmig aus der Feder stießt;3) nicht in die Materie des Papiers eindringt; 4) rechtschnell trocknet; 5) nach dem Trocknen nicht gelb wird,und 6) die trockne Schrift, wenn sie gerieben wird, we-der sich ablöset, noch verwischen läßt. — Äußerten obengenannten Hauptingredienzien zur Darstellung einer gu-ten dauerhaften Tinte, kennt man noch manche andere,die als Ncbcnmaterialicn dazu in Anwendung kommen,um ihr irgend eine Eigenschaft mehr zu verschaffen, oderihre Güte zu verbessert!. Die wesentlichsten Theile zurBildung der Tinte bestehen immer in den Gallapfelnund im Eisenvitriol, weil von ihnen die Erzeugung derschwarzen Farbe abhängt; das Auflösungsmittel ist Was-ser. Als Nebenmaterialirn bedient man sich: I) umdie schwarze Farbe zu erhöhen, des Blau- oder Campe-cheholzes und des Kupfervitriols; 2) um der Tinte Klc-brigkcit und Glanz zu geben, bringt man Gummi oderZucker in Anwendung; und 3) außer dem Wasser wirdoft auch Wein, Bier, Essig oder Branntwein mit inAnwendung gebracht. — Nachdem man erst die Naturund Grundmischung der Gallapfel näher kennen gelernthatte, war es möglich, auch ihre Wechselwirkung auf