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Tinte.
das Eisen aus einem richtigen Gesichtspunkte zu be.urtheilen. Ihre wesentlichsten Bestandtheile bestehen inGallussäure und Gerbcstoff. Hierin kommen nun zwarauch die meisten andern adstringirenden Degetabilicnüberein; allein sie unterscheiden sich von ihnen durch denweit geringern Gehalt an Gallussäure, und einen grö-ßern an Gerbcstoff. Kommt nun ein Aufguß von eineradstringirenden vegetabilischen Substanz, insbesondereaber von denGalläpfcln, mit einer Auflösung des schwe-felsauren Eisens oder Eisenvitriols in Berührung, sowird eine schwarze Tinktur gebildet; denn die Gallus-säure fällt in Verbindung mit dem Eisenoxide des Vi-triols schwarz, und der Gerbcstoff fällt damit graublaunieder, und eine solche Tinktur nennt man Tinte, dieauf dem chemischen Wege bereitet worden. Um nun dieGalläpfel bei der Fabrikation der Tinte möglichst zu er-sparen, hat man vergleichende Versuche über sie und ei-nige andere adstringirende Vegctabilicn angestellt, wor-aus sich als Resultat ergab: 1) daß gegen ein gegebe-nes Gewicht Gallapfel vierzig Mai so viel Eichenrindeerfordert wird, um eine gleiche Wirkung hervorzubrin-gen. Daß 2) der Niederschlag, den man erhält, wennEisenvitriolauflösung mit Gallapfeln gefällt wird, einedunkelviolette Farbe, der durch Eichenrinde erhaltene da-gegen eine dunkelbraune Farbe besitzt, und der Einwir-kung der Säuren weit weniger, als jener widersteht.3) Daß sich die Galläpfel bis auf den achten Theil völ-lig im Wasser auflösen, und daher vor allen andernAdstringentien den Vorzug verdienen. 4) Näher kommtden Galläpfeln in der Wirkung der Schmack, nach die-sein die Knoppern; beide können sie aber nicht ganz er-setzen. Um diese Unterschiede zwischen der Wirkung derGalläpfel und der andern adstringirenden Substanzenkennen zu lernen, können folgende Versuche angestelltwerden: n) Man lasse einen Tropfen Galläpfelabko-chung auf eine eiserne Platte fallen, und man wird so-
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