Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte. 101

NIUM der Oxidation enthalt, dadurch gleich schwarz ge-fällt. Um nun den grünen Eisenvitriol in rothen zu »er-wandeln, ist es hinreichend, ihn bis zur Rothglühhitzezu kalziniren, und das Kalzinirte mit Wasser auszulau-gen, wobei ein Theil Eiscnoxid unaufgclöset zurückbleibt,dagegen das gewonnene Fluidum nun in Verbindungmir der Galläpfelabkochung zur Zubereitung der Tinteangewendet werden kann. -— b) Das grüne und dasrothe schwefelsaure Eisen zeigt sich in der Wirkung zuden Gallapfeln sehr verschieden. Wenn gleiche Salzebei einem gleichen Grade der Concentration mit glei.chcn Theilen Galläpfelaufquß zusammen gebraucht wer-den, so kommen vcrschicdencErscheinungen hervor, näm-lich.- 1) Die Lösung des grünen schwefelsauren Eisensbildet eine schmutzige violette Farbe, und läßt auf wei-ßem Papiere kaum eine Spur von braun zurück; gießtman davon einen Tropfen auf Papier, so kommen dreiverschiedene Nüanzen zum Vorschein: im Mittelpunkteschwarz, in der Mitte grau, und an den Rändern zeigtsich gar keine Farbe. — 2) Die Lösung des rothenschwefelsauren Eisens bildet mit dem Galläpfelaufguffegleich eine schöne schwarze Farbe; das Papier wirdgleich stark davon geschwärzt. Gießt man einen Tropfendavon auf geleimtes Papier, so dehnt er sich darauf zueinem schwarzen Flecken aus. Die quantitativen Verhält-nisse zwischen den Galläpfeln und dem Eisenvitriole ha-ben eine» sehr wesentlichen Einfluß auf die Beschaffen-heit der daraus hervorgebrachten Tinte, welches die häu-figen Versuche beweisen, die man dazu vorgeschriebenfindet; aber auch die Natur jener Materialien, so wiedie Quantität der dazu gebrauchten Flüssigkeit sind nichtaußer Acht zu lassen. Wenn die Galläpfel in der Tintevorwalten, so besitzt sie zwar eine dauerhafte Farbe, siespielt aber ins Braune, und es wird leicht Schimmeldarin erzeugt; enthält sie dagegen den Eisenvitriol vor-waltend, so fällt ihre Farbe mehr in das Blaue, aber sie