Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

nimmt mit der Zeit eine gelbe rostartige Farbe auf demPapiere an. Dem ersten Fehler hilft mau dadurch ab,daß man etwas gefeiltes Eisen in die Tinte legt, wel-ches sich nach und nach in der Gallussäure auflöset, undgallussaures Eilen erzeugt. Den zweiten Nachtheil kannman dadurch vermeiden, wenn der Tinte grob gepul-verte Galläpfel, oder auch etwas blausaures Kali zuge-setzt werden. Lcwis hat als das beste Verhältniß aufdrei Theile Galläpfel einen Theil Eisenvitriol vorge-schlagen. Riboucourt wendet nur zwei Theile Gall-apfel gegen einen Theil Vitriol an, ein Verhältniß, wel-ches aus dem Grunde dem von Lewis nachstehen muß,weil, um das Gelbwerden der Schrift zu vermeiden, esallemal besser ist, eher zu viel, als zu wenig Galläpfelin Anwendung zu setzen. Um aber der Verbindung ausGalläpfelaufguß und Vitriolauflösung auch die Eigen-schaften zu geben, auf dem Papiere nicht zu zerfließen,dasselbe zu durchgingen, oder wohl gar das schwarzegallussaure Eisen als eine pulverige Materie fallen zulassen, muß noch eine klebrige Substanz zugesetzt wer-den, welche dazu dient, der Tinte Consistenz zu geben,sie vor dem Zerfließen zu schützen, und das schwarze gal-,lussaure Eisen schwebend darin zu erhalten. Hierzu ver-dient das Arabische oder Senegalische Gummi vor al-len andern Materien den Vorzug; denn es giebt derTinte nach dem Austrocknen keine Klebrigkeit in feuch-ter Lust, wie der Zucker, trocknet schnell genug aus, undsichert auch die ausgetrocknete Tinte sowohl vor demschnellen Einfluß der Säuren, als der Oxidation desgallussauren Eisens. Man muß sich aber hüten, derTinte eine zu große Quantität Gummi beizusetzen, weilsie sonst leicht zähe und klebrig wird, und nicht gut ausderFeder fließt. Nach mehrern darüber angestellten Ver-suchen hat Hermbstädt folgende Resultate erhalten.Er bereitete sich s) eine Abkochung von einem Theile derschwarzen Aleppischen Galläpfel mit sechs Theilen Was-