103
Tinte.
ser. Ferner b) eine Auflösung von einem Theile des biszur Rothe kalzinirtcn Eisenvitriols in vierTheilcn Was.ser; und endlich v) eine Auflösung von einem TheileSenegalischen Gummi in vier Theilen Wasser. Mitdiesen Auflösungen wurden nun folgende Versuche ge«macht, Alles dem Gewichte nach: 1) Gleiche Theilevon jeder mit einander gemengt, gaben eine Tinte vonbläulicher Farbe, die späterhin aber eine gute schwarzeFarbe annahm, jedoch weniger auf dem Papiere, alswenn sie in Gefäßen lange aufbewahrt wurde.— 2) VierTheile Galläpfelabkochung, anderthalb Theile Vitriol-auflösung, und ein Theil Gummiauflösung, gaben einesehr dunkle blauschwarze Tinte, die gleich auf der Stellezu gebrauchen war, gut aus der Feder floß, und sowohlauf dem Papiere, als im Gefäße verbessert und schwär-zer wurde. — 3) Drei Theile Galläpfelabkochung, einTheil Vitriolauflöfliug, und ein TheiiGummiauflösung,gaben einc violettblaueTinte, die sich sowohl aus dem Pa-piere, als in den Gefäßen verbesserte.—4) Zwei TheileGalläpfelabkochung, ein Theil Vitriolauflösung, und einTheil Gummiauflösung, gaben eineviolctteTinte, die aufdem Papiere verlor, in dem Gefäße aber schwarz ward.— 3) Ein Theil Galläpfelabkochung uud zwei TheileVitriolauflösung gaben eine violette Tinte, die Verlustauf dem Papiere erlitt, uud nach dem Austrocknendunkelgrau ward. Wenn gleich dieGalläpfel, so wiederEisenvitriol und das Gummi die wesentlichsten Theilezur Erzeugung einer guten Tinte ausmachen, so pflegtman doch noch einige andere Mittel bei ihrer Zuberei-tung in Anwendung zu setzen, welche auf das Resultateine» mehr oder weniger günstigen Einfluß ausüben-Dahin gehört das Kampecheholz, Blauholz oder In-dianisches Holz. Eine mit Wasser gemachte Abkochungdesselben greift sowohl das regulinische, als das oxidirteEisen an, und bildet damit eine bläuliche Losung, undso wird dadurch das schwefelsaure Eisen blauschwarz ge.