Tinte.
los
Um nun die Tinte vor der Bildung des Schimmels zuschützen, ist es sehr rathsam, auf jede- Pfund derselben
2 Loth starken Spiritus oder 3 Loch Vorsprang zu ge-ben, und Alles in einem gut verschlossenem Gesäße auf.zubewahren. Wer es will, kann der Tinte auch nochfür jedes Pfund 2Loth guteDlutlauge (blausaureKali-auflösung) beisetzen. Jene Tinte ist weder kostbar, nochder Derderbniß unterworfen; sie besitzt dabei alle Eigen,schaften einer vorzüglich guten Tinte, und verdient da.her in jedem Falle allgemein in Gebrauch gesetzt zu wer-den. (Bülletin des Neuesten undWiffenswürdigsten ausder Naturwiffenschast, so wie den Künsten, Manufaktu-ren, technischen Gewerben, der Landwirthschaft und derbürgerlichen Haushaltung rc. rc. Herausgegeben vonS. Fr. Hermbstädt. Bd. 5. Hft. I. Berlin, 1810,S. -12 u. f.)
Zubereitung der schwarzen Tinte, nach meh.rcren Chemikern. Schwarze Tinte nach Lewis.Man nehme 2 Loth gemahlenes Blauholz und 6 Lothgröblich zerstoßene Galläpfel, und lasse eS in einem gutglasurten Topfe mit 14 Quart Essig oder weißem Weineine halbe Stunde oder auch darüber kochen, und gießenachher noch so viel von einer gleichen Flüssigkeit nach,als während des Kochens verdunstet ist. Man seihe dieAuskochung noch warm durch, und fülle sie dann in diezum Aufbewahren bestimmte Flasche, nachdem man vor-her in etwas von der Flüssigkeit 2 Loth Eisenvitriol und
3 Loth Gummi Arabikum aufgelöset und dazu gethanhat. Auch bereitet man sie, indem man aus die ange-zeigten trockenen Ingredienzien, nach dem oben vorge-schriebenen Verhältnisse, die Flüssigkeit kalt gießt, sie desTages mehrere Male tüchtig umschüttelt, und dann zwölfTage bis zum Gebrauche stehen läßt, so wird sie gutseyn. Sollte sie aber durch diese trockene Digerirungnicht dunkel genug werden, auch beim Schreiben einigeTage noch blaß bleiben, so kann man durchs Abrau-