l-06 Tinte.
chen bei gelinder Hitze ihre Schwärze vermehren. Maumuß die Tinte auch, wenn sie eine Zeit lang gestandenhat, von dem Bodensätze abgießen, und statt desselben ei«nige Stückchen Eisen und grob zerstoßene Galläpfel dazuthun. Bedient mau sich, als Tintenfaß, eines hölzernenGefäßes, so nehme man dazu ein Gefäß von Eichen«holz. — Schwarze Tinte nach Lambert, jedochohne Bestimmung der Menge der Ingredienzien. La tri-llert setzt nämlich an Lewis Vorschrift aus, daß dazuzu viel Eisenvitriol genommen worden, und bestimmtdeshalb nicht das Quantum der Ingredienzien, weildiese nicht immer von einerlei Güte sind, und deshalbauch die Tinte nach einer bestimmten Vorschrift sehrungleich ausfallen könnte. Die Galläpfel werden in ei-nem Mörser sehr fein zerstoßen, in ein Glas gethan,und dazu drei' oder viermal so viel Wasser gegossen, alsdas Quantum Galläpfel beträgt. Man läßt nun dieFlasche an der Sonne eine Zeit lang stehen, oder kochtsie ein, welches im Saudbade geschieht, wobei man aufden Wärmegrad Acht haben muß, damit die Flaschenicht springt. Man löset nun den Eisenvitriol in Was-ser auf, seihet die Auflösung durch, und gießt sie nachund nach zur Galläpfelauflösung, bis die Tinte die ge«hörige Schwärze bat. Sollte sie noch zu blaß seyn, sokann man sie durch Einkochen verdicken und ihre Schwärzevermehren. Zuletzt setzt man noch so viel aufgelösetenGummi Arabikum und Wasser hinzu, damit die Tinteweder zu dünn, noch zu zähe ist.—Nach Blacks Vor.schrift soll man zu dieser Tinte, um sie dauerhaft zu ma-chen, noch etwas sehr feinen Kohlenstaub hinzusetzen.—Rinn mann, i» seiner „Geschichte des Eisens," Bd.2, S. 101, empfiehlt dec Tinte noch Essig zuzusetzen,weil die ölichte Säure desselben das Eisen vor der Rost-farbe bewahre, widerrälh aber den Branntwein bei derschwarzen Tinte, weil er dieselbe violett und durchschla«gcnd mache. — Pitiseus (in Ereil s Bcylr. Bd.