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Tinte.
2, S. 60) bereitet eine schwarze Tinte aus vier Thei-len Gallapfel, einem Theile schwefelsauren Eisens oderEisenvitriols, und zwei und dreißig bis vierzig Theilennach und nach damit warm digerirtcn Biers, ohne ei-nen Zusatz von Gummi, weil Letzterer selten rein undgut zu haben sey, und gutes Braunbier den Gummi er-setze; wo aber kein gutes Bier zu haben sey. müsse manGummi nehmen. — Eine dauerhafte schwarzeTinte nach dem System von Ribaucourt (Goth.Handl. Zeit. St. 30, S. 239). Diese Tinte ist vonSachkundigen geprüft, und gut befunden worden. Mankoche in 12 Pfund Wasser 8 Unzen Gallapfel, vonAleppo, die vorher gröblich zerstoßen worden, und 4 Un-zen geraspeltes Kampechehol; eine Stunde lang, oderbis es zur Hälfte eingekocht ist; dann seihe man dieFlüssigkeit durch ein Tuch, und setze 4 Unzen Eisenvi-triol, 1 Unze Kupfervitriol, 3 Unzen Arabisches Gummi,und 1 Unze Zucker hinzu. Letzterer kann, nach der Er-fahrung. fortbleiben, aber nicht das Kupfervitriol. Manrührt nnn die Flüssigkeit eineZeit lang um, nm dieAuf-lösuug der Salze und vorzüglich des Gummi zu beför-dern, und wenn dieses geschehen ist, läßt man sie vierund zwanzig Stunden lang stehen. Dann gießt man dieFlüssigkeit von dem groben Bodensatze ab, und verwahrtsie in steinernen Flaschen. — Nach den Versuchen vonProust und van Mons giebt der Eisenvitriol oderdas weiß kalzinirte Eisensnlfat jederzeit einen schönenschwarzen Niedcrschlag. Der Letztere machte eine Mi-schung aus 4 Unzen Galläpfeln, 22. Unzen Eisenvitriol,und 2 Maaß oder Quart Wasser. Das Letztere wurdekalt aufgegossen, und blieb vier und zwanzig Stundendarauf stellen; dann wurden noch 10 Drachmen Arabi.sches Gummi hinzu gethan, und das daraus erhalteneProdukt entsprach ganz der Erwartung; es hatte alleEigenschaften einer gutenTinte. VanMons räth an.diese Tinte in offenen oder nur mit Papier bedeckten