Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

derselbe von nun an die Stelle einer höchst dauerhaftenFarbe, und zugleich die des Gummi vertreten soll. Umnun diese Tinte in trockner Gestalt zu verfertigen, legtman eine Anzahl steinerne Platten auf hölzerne Pflöcke,stellt sie bei gutem Wetter an die freie Luft, und so, daßdieser Raum bei einfallendem Regen Schutz hat, undwenn man die Arbeit nicht anderswo, als im Hause,verrichten kann, so erwärme man die Steine durch einfortgesetztes Kohlenfcuer. Auf diese Steine gieße mandie Farbe, zuerst wenig und nach und nach mehr, undrühre sie mit einem eisernen Spatel auf den Steinen solange, bis sie zur Dicke eines Teiges abgedampft ist.Hierauf wird die Farbe von den Steinen abgenommenund zum völligen Trocknen hingelegt. Zerstößt mannachher diese Tintenmasse zu einem gröblichen Pulver,und gießt etwas kochendes Wasser darauf, so hat manin wenigen Minuten eine gute Tinte. — Zum eigenenGebrauche wird Niemand seine Tinte auf diese Artverfertigen, um aber die Arbeit im Großen und mitVortheil zu verrichten, kann sie nicht leichter und kürzergeschehen; besonders trägt der Gebrauch des vielenWassers auch zur Vollkommenheit der Tinte viel bei.Um aber die Güte der auf die jetzt beschriebene Weiseverfertigtcn Tinte zu untersuchen, so mache man folgendeProbe damit: Man bestrciche das damit beschriebenePapier mit schwefelsaurem Eisen oder Vitriol, ein an-deres mit Salzgeist, Schcidewasscr oder Salpetersäure,aufgelösetem Sauerkleesalze und aufgelöseter Potasche.Diese Stoffe, welche die gewöhnliche Tinte entwederganz oder zum Theil zerstören, können dieses bei dieserTinte, in so fern sie gehörig zubereitet ist, entweder nieganz, oder doch nur zum Theil. — Nach Montetsoll der schwarze Saft alter Kastanienbäume eine natür-liche Tinte geben (Crell's neueste Entdeckun-gen VII., 121). — Eine schwarze Tinte vonden Kätzchen der Erle (Letula ^Inus). Man