Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

nehme von den Kätzchen oder Zäpfchen der Erle imFrühjahre, ehe sie sich geöffnet und den Samenstaubverloren haben, trockne sie im Schatten, und hebe siedann zum Gebrauche auf. Zur Bereitung der Tintekoche man 1 Quart oder Maaß Wasser mit eincrHand-voll der genannten Kätzchen mit etwas zerstoßenem Alaunund Blauholzspänen ab, und gieße den Absud warmüber 2 Loth zerstoßenen grünen Vitriol (Eisenvitriol)und 2 Loth Gummi, die vorher in Weinessig aufgelösetworden, und lasse es einige Tage unter öfterem Umrüh-ren stehen, so erhält man eine schöne schwarze Tinte.—Nach dem Professor Fuchs in Jena kann man stattder Gallapfel zur Bereitung der schwarzen Tinte dieSchalen von den Mandeln, sowohl von den süßen, alsbitteren Mandeln nehmen, die man bei den Konditoren,Kuchenbäckern rc. erhält. Die Bereitung geschieht wiebei der andern Tinte. Nach dem gemachten Versuchesoll die Tinte recht gut seyn. — Eine unzerstörbareschwarze Schreibetinte. Man löse Bleyzucker inreinem Wasser auf, seihe die Auflösung durch, und schlagedas Bley mit Schwefelalkali (Schwcfcllcbcr) nieder.Der davon entstehende Niederschlag sieht schwarz aus,und kann, wenn er ausgesüßt worden ist, mit Arabi-schem Gummi oder Zucker zu einer Tinte bereitet wer»den, welche nur schwer von den stärksten Säuren, vonden Laugcnsalzen aber, sie mögen ätzend oder mild seyn,ganz und gar nicht zerstört werden kann. — Eineschwarze Tinte nach Abraham Bosse. Mankoche 2 Loth geraspeltes Kampechcholz und 1 Loth zer-stoßenen Alaun mit L Psd. Wasser. Wenn das Ganzebis auf ^ Pfund eingekocht ist, so seihe man es durch,und setze 2 Loth sehr fein zerriebenes Braunsteinoxidund 1 Loth Arabisches Gummi hinzu.—Eine schwarzeTinte im Nothfall zu machen. Man nehme einWachs- oder Talglicht, zünde es an, und halte über dieFlamme ein reines Becken, um den Ruß aufzufangen;