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Tintenfaß.
richtssälen und Stuben, und andern öffentlichen Schreib-stuben, Kanzleien, Registraturen, Kalkulaturcn des Staa-tes und der Stadt, in den Gymnasien, Schulen rc., undwo viel geschrieben wird, vor. Der Boden dieser Fässeroder Gefäße, die eine verschiedene Form haben, gewöhn-lich aber rund abgedrehet sind, mit verschiedenen Reifen,ist mit Bley beschwert, damit sie auf den Schreibtischennicht umgeworfen werden können; sie haben einen schwär-zen Anstrich. Die gläsernen Tintenfässer, von viereckigerForm, kommen in den übrigen Schreibstuben der Mi-nisterien, in den Schreibstuben oder Komptoiren derKaufleute, Fabrikanten rc., überhaupt da vor, wo anbesonderen Pulten gearbeitet wird, und sind daselbst ein-gelassen, das heißt, in den Pulten sind viereckige Löchervon der Größe der Tintenfässer, worein sie mit denSandfäfsern gestellt werden, um sie herausnehmen undreinigen zu können. Die übrigen oben angeführten Tin-tenfässer kommen in den Schreibzeugenvor, sie sind mehrein Luxusgegenstand, besonders diejenigen von Porzel-lan, Silber rc.; denn mit der Eleganz der Schreibzeugswetteifern nun auch in gefälligerForm und indcrMaffe,selbst in der Größe, die Tintenfässer, indem man fürDamen Miniatnrtintcnsäffcr in Silber und Porzellanhat. sowohl glatte, als auch mit getriebener Arbeit undmit Malerey. DicseTintenfässer haben Korkstöpsel, auchStöpsel von Holz, oben mit einer Mcffingblcchplatteund einem Ringe, als Griff. — Ein Tintcngesäßzu bereiten, aus welchem man oh neTinte schrei-ben kann. Man nehme 14 Unzen oder 28 Loth Ara-bisches Gummi, 3 Unzen oder 6Loth Rußschwarz(Kien-ruß) , und eben so viel Kohle von verbrannten Weiden.Das Gummi wird pulverisirt und in einem Maaße oderQuarteWaffer unter öftercmUmrühre» aufgelöset. Diebeiden übrigen Ingredienzien werden zu Pulver zerrie-ben, und mit dem Gummiwasser zu einem weichen Teigegeknetet. Der Nest des GummiwafferS wird zu einem