Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerei).

erwärmt ihn in demLeimtiezel mit Wasser, und bestrcichtdamit die Fugen zweier Hölzer, die man vorher erwärmthat, welches am besten über angezündete Hobelspäne ge-schieht. Das Bestreichen geschieht mit einem gutenBorstenpinsel. Man bringt nun die so zusammengeleim-ten Hölzer in die Leimzwinge, und keilt sie darin durchschiefe Keile fest, worin sie innerhalb zweier oder dreierStunden trocknen. In Zeit von zwei Stunden wirdder Leim trocken genug, um die zusammengeleimten Bret-ter als ein Ganzes bearbeiten zu können. Die Hölzermuffen aber trocken und von gleicher Beschaffenheit seyn,und der Faden von Beiden in derselben Richtung lau-fen. Wenn zwei angeleimte Stücke auf zwei andern wie-der angeleimt werden sollen, so müssen die Fugen desEinen auf das Dolle des Andern gelegt werden. DieKeile werden etwas zusammengebogen oder vielmehr ein-gebogen, damit sie, vermittelst des Drucks der Zwingen,die Enden zusammentreiben.

Die Arbeiten des Tischlers für die Gebäudeunterscheiden sich in bewegliche und in stehende Ar-beit. Zur Ersteren gehören die Fenster und Thü-ren. Die Fenster, welche man in denOcffnungcn an-bringt, die der Maurer beim Aufführen eines Gebäudeszum Eintritte des Sonnenlichts gelassen hat, bestehenaus dem Fensterrahmen oderFutter, und denFlü-geln. Rahmen nennt man jede Einfassung, die keineFüllung hat. Der Pfosten ist das langeHolz, welchessenkrecht in der Mitte aufgerichtet worden. Die Quer-stücke werden rechtwinklicht mit dem Pfosten zusammen-gestämmt, und in beide aufrechte Rahmstücke eingeschlitzt,so daß der Zapfen an die kurzen Rahmstücke, oben undnnten, und der Schlitz an die aufrechten zu stehen kommt.Das mittelste Qnerstück wird das Loßholz genannt.Die Rahmstücke der Flügel sind verschiedener Art. Diemit dem Stäbe haben eine runde Feder, welche in dieHohlkehle des stehenden Futterstücks, wo der Deutsche