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Tischler und Tischlerey.
Tischler noch den Anschlag macht, eingelassen wird.Man macht breite Rahmstücke für aufgehende Pfosten,und für die Fenster mit Spanioletten, welches eiserneStangen mit einem Haken sind, um das Fenster zuschließen. Ueberfälzte Nahmstücke werden, so wie dasFutter, mit einem Falze versehen, und bekommen einenAnschlag, um besser anschließen zu können. Der über-springende Theil, der den Falz bildet, heißt: der ste-hende Theil, der Nacken. Absälzung nennt mandas Hervorragende an den Nahmstücke», wo die Fen-sterladen eingelassen werden. Bei den Fensterrahmengiebt die halbe Höhe gewöhnlich das Maaß der Breite.Der Tischler behobelt das Holz mit dem Schrubhohel,dem groben Schlichthobel, und der Rauhbank; dannzeichnet er das Maaß darauf ab. Die Zapfen werdenmit dem Streichmaaße gerissen, und in drei Theile ge-theilt, so daß der Zapfen einen Theil, und der Schlitzzwei Theile behält; das Mittclste am Aufrechten wirdousgestämmt, und au den Querstücken mit der Schließ-säge abgesetzt. Nach diesen wird der innere Rand desRahmens mit dem Falzhobel gefalzt. Hierauf kehltman die Flügel von außen ab, und verziert sie innerhalbmit dem Karnicßhobel. Zuletzt werden die Zapfen undZapfenlöcher in den Ecken verbohrt, und vermittelst höl-zerner Nagel festgemacht. Vorher hat man aber dieSprossen, in welche die Scheiben eingekittet werden,eingelassen. Am untersten Theile des Rahmstückes oderdes Fensterflügels läßt man den Wasserschenkel hervor-ragen, damit das Wasser, welches der Regen an dieFenster wirft, vom Innern des Gebäudes abgehaltenwerde, und nach außen zu abfließe. Kleine viereckigeStücke, Quader genannt, decken die Zusammenfügun-gen der Sprossen. Gehobelte Quader nennt man die,welche aus dem Stücke selbst verarbeitet werden. InDeutschland werden diese Quader immer aus demGanzen genommen, und dann sagt man: die Kehlung