271
Tischler und Tischlereh.
niethet oder verniethet, das heißt, an der Spitze umgr-schlagen, damit sie sich nicht wieder herausziehen. Stiftesind runde Nägel, ohne hervorstehenden Kopf. DieSchrauben haben bald runde, bald viereckige Köpfe,welche vermittelst eines durchlöcherten Rundschildes,oder einer Platte, vvm Holze abgehalten werden.Bankeisen bestehen auseinerSpitze oder einemStiele,einem mit zwei oder drei Löchern versehenen Kopfe,um sie mit kleinen Nageln an die Arbeit zu befestigen,und einemHalse oder Ansätze, worauf man mit demHammer schlägt, um sie in die Wand einzutreiben. Ei-nige sind hin und wieder an den Seiten ausgezackt, da-mit sie sich nicht so leicht herausziehen. Die Gypseisensind ohne Ansatz, und haben eine gespaltene und krummgebogene Spitze, womit sie in die Mauer befestiget wer-den. Andere Bankeisen sind zu Täfelungen bestimmt.Schienen und Winkelhaken gebraucht man zur Verbin-dung verschiedener Theile, und zur Befestigung der Fu-gen ; sie sind mit mehreren Löchern versehen. Die übn-gen Eisenbeschläge, welche der Tischler gebraucht,kommen bei den Handwerken des Schlossers, deS Na-gelschmids und des Zeugschmids vor.
Die Arbeiten desTischlers anHausgeräthe.Man hat zweierlei Gattungen Hausgeräthc: mit blo-ßen Rahmstücken, als Sessel oder Stühle, Bettstel-len, Schirme, Tische, Schreibtische, Spiegelrahmen,Kästchen rc.rc.; mit Rakmst ücken und Füllungen,als Schränke oder Spinden, Schenktische, Ladentische,Sekretaire, Kommoden rc. rc. Es giebt drei Arten vonSesseln: 1) eigentliche Sessel, ohne Rück-nochArmlehne, wozu auch diekleinen rundenSessel (Ta-bouretts) gehören; dann dieFeldstühle,Fußbänkeund Fußschemel. 2)Sessel oder Stühle mit Rück-lehnen, gerade aufgehend, als auch halb zirkelförmig ab-gerundet. 3) Sessel mit Rück- und Armlehnen, wozudie Lehnstühle und die Sophas aller Art gehören.