Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerey.

hält, worein man die Hüte legen kann, sowohl der Her.ren, als der Damen, und auch andere Kleinigkeiten; dieThür desselben kann eben so verschlossen werden, als dereigentliche Schrank. Dieser Aufsatz kann abgenommenwerden, und ist mit mancherlei Zierrathen versehen, nachoben gewöhnlich mit einem Frvntispice. Zur größer»Zierde setzt man darauf eine Gypsstgur oder einen Gyps-köpf. Von den älteren Kleiderschränken giebt es einige,welche man bloß mit Vorreibern, die auf das ste-hende Stück befestiget sind, verschließt. S. auch den Ar-tikel Schrank, Th. 148, S. 152. Der Tischlermacht nul. noch, außer den Kleider- und Schreibsekrc-tairen, Eckspinden, Speise- und Küchenspin-den rc., deren Zusammensetzung bekannt genug ist. DieKüchenschränke sind mit einem messingenen Drahtgittcr,mit Gaze dahinter, bezogen, oder auch mit einem höl-zernen Gitter, auf eine gleiche Weise überzogen, verse-hen. — Die Kommoden habe» gewöhnlich drei Rei-hen Schubladen; werden Frauenklcider hineingelegt, sosind die Schubladen etwas länger, und haben zuweilen,außer dem untern Boden, noch Blindbodcn. Nach derälteren Form haben die sogenannten Spiegel kom-moden nur zwei Kosten, die zur feinen Wäsche und z»Putzsachen dienen. Die neueren haben drei Kasten, vondenen der mittlere der größte ist, das heißt, er hat eineHöhe von 10—11 Zoll, und dicntzurWäfche, deruntereist um 1^ Zoll kleiner, und der oberste hat die geringsteHöhe, und dient zur Aufbewahrung der Nippes- oderkleinen Putzsachen. Mass hat auch besondere Chiffon-nieren oder kleineKommoden, umPutzsachen auf-zubewahren. S. auch den Artikel Kommode, Th. 43,S. 508. Alle diese größtentheils fournirten Möbel sindder Mode unterworfen, besonders in der neuesten Zeit,und wenn auch die Form im Ganzen bleibte so leidet siedoch manche Veränderungen im Einzelnen, das heißt,in den Verzierungen der Füße, der Thüren, der Auf-