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Tischler und Tischlerey.
gen V Glieder nennt. Einfache Vergitterungenbestehen bloß aus Latten, welche entweder an der Mauerals Spalier angebracht sind, oder als Zäune allein fürsich stehen. Es giebt solche von niedriger und hoher Art:Derceaux und Lauben. Auf einigen Latten werdenTheilungszeichcn angemerkt, um die Lage der anderndarnach zu richten; mau nennt sie Zeichenlatten.Die Borten des Parterres lehnen sich an kleine Pfählean. Um die Rundungen der Bereeaux zu bilden, ge-braucht man Reife, in die man in verschiedenen WeitenEinschnitte macht. Die äußersten Enden, nach oben oderunten zu, werden der Kamm oder die Egge genannt.Das Zimmerholz, woran die Latten angenagelt werden,muß nicht in die Erde, worin es leicht faulen würde,sondern zwischen eingeschlagenen Pfählen eingesetzt seyn.Ist einer von diesen wandelbar geworden, so darf nurdie unterste Querblcndung weggeschlagen werden. Zu-sammengesetzte Gitterwerke werden zwischenRahmstückenbefestiget, welche auf mchrereWeiscn zusammengestämmtwerden. Zur Zierde der Gärten macht man Latten-körbe, die Blumen in sich schließen, trcillirte Vasen,deren Theile vermittelst einer eisernen Stange gehaltenwerden, welche die Achse der Vase vorstellt, und durchden obern und untern Theil durchgesteckt wird. Diesesind rund geschnittene Hölzer, an denen die Theile derVase oben und unten befestiget sind. Man verfertigetnoch in dieser Art Candclabres, Blumenbänke,Gartentische und Stühle, Vogelhäuser, undtragbare Treibhaus er. Hierin theilen sich bei unsder Zimmcrmann und der Tischler. Der Letzteremacht immer die feinern und zierlichen Arbeiten. —Der Kisten mach er, welcher Kisten, Kästchen undSchachteln aller Art verfertiget, ist eigentlich ein Tisch-ler, und hat sich nur in einigen Städten und Gegendenvon dem Tischler abgesondert, und besondere Gegen-stände für sich behalten, die er in Menge verfertiget und