281
Tischler und Tischlerey.
bohrcr, dessen Spitze sich als ein gefalzter Kegel cndi-gct, und der dazu dient, in dünne und leicht von einan-der springende Stücke Löcher zu bohren. Die eingeleg-ten Stücke drückt er auf den Grund mit dem Four-nirhammer, dessen schwalbenschwänzige Pinne breitund dünn ist. Das Schnitzmesser dient zum Aus-schneiden der einzulegenden Hölzer, und das Haken-eisen ist an jedem Ende eingebogen, und hat eine ver-stählte Schneide. UntcrEbcnh olz, TH.10, S. I6u.f.,ist schon Einiges von den Arbeiten des Ebenisten vor-gekommen. dem noch Mehrercs hinzugefügt werden muß,weil es zu dem hier bearbeiteten Artikel: Tischler undTischlerey gehört. Wie schon bemerkt worden, ver-steht man unter eingelegte oder a usgelegteArbcitdiejenige, indem man aus einem ganzen Stücke einesgewöhnlichen Holzes, Kicnholzrc., einige Theile heraus-schneidet oder herausstämmt, und an deren Stelle einigeandere, und zwar nicht nur von schönerem Holze, son-dern auch von Elfenbein, Bernstein, Schildkröte rc. sau-ber einlegt, so daß die offenen Stellen wieder mit dengenannten Gegenständen gefüllt werden. Man belegt beiMöbeln, z. B. Sekretairen, die ganze Oberfläche, wel-chcs mit mehreren Stücken geschieht, die an einandergefügt und aufgeleimt werden, so daß man kaum dieZusammenfügung bemerkt. Man fängt damit an, daßman den Hölzern die erforderliche Farbe oder Schatti-rung giebt. Um nun dieses zu bewerkstelligen, legt mandas Holz in heißen Sand, oder in Kalkwasser und Su-blimat, beizt es auch zuweilen mit Salpeter- und Schwe-felsäure, oder man trägt blos diese Säuren auf die zuschattirendm Theile auf; dann werden die Hölzer gleicheinem Messerrücken dick mit der Klobsäge zerschnitten,indem man sie mit einer Art Schraubstvck, Bock ge-nannt, festhält; die Klobsäge wird von zwei Personengezogen. Dann werden die nach der gehörigen Zeich-nung zerschnittenen Stücke in den Grund eingeleimt