Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerey.

Bringt man diese Stücke auf einen Grund von Zinnoder Kupfer, worauf der Leim nicht haftet, so werden siemit Mastix eingekittet. Die Stücke werden, wie schonbemerkt, zu einem Ganzen vereiniget, oder man belegtsie mit andern Stücken von verschiedener Gestalt. Zu-weilen werden sie bloß nach ihren verschiedenen Farbenzusammengesetzt, oftmals auch vermittelst elfenbeinerner,kupferner oder anderer kleinen Streifen verbunden, webches dann eine Art von Mosaik ist. Bei adrigen undstämmigen Hölzern sucht man durch Beizen diese Ge-genstände recht hervorzubringen. DieMosaischen Ar-besten scheinen zum Fouruircn der Möbel mit fremdenHölzern Veranlassung gegeben zu haben; denn es ist eineMosaikarbeit in Holz. Wer sie aber eigentlich eingeführthat, ist n cht bekannt. Die Römer sollen diese Kunstaus dem Morgenlande nach Italien gebracht haben; sienannten Megalographie die Arbeiten, welche Göt-ter- und Menschengestalten hervorbrachten, und Rho-dographie, eine Vorstellung der Blumen, der Früchte,und auch der Thiere. Das Beizen und Färben der Höl-zer mit Farbestoffcn und Oelen erfand Johannes v.Verona, ein Mönch, der im sechzehnten Jahrhundertezur Zeit des Pabstes Julius des Zweiten lebte,von welchem Pabste er auch nach Rom zu den Arbei-ten im Vatikan berufen ward, da seine Arbeiten ihmzu Siena, Neapel und in andern Städten einen gro-ßen Ruf verschafft hatten, und dieser Beifall ward nochdadurch gesteigert, daß er sich wahrscheinlich nur derEuropäischen Hölzer bei seinen Arbeiten bedient halte.Späterhin entdeckte man die Kunst, die Schattirungcnnachzuahmen, indem man die Hölzer sengte, ohne sie zubrennen, und auch.verschiedene farbige Hölzer, die manaus Amerika bezog, benutzte, und in neuerer Zeit habenzwei Französische Künstler, Perier und Fontaine,diese Kunst zu einem hohen Grade der Vollkommenheitgebracht.— Der Ebenist gebraucht nun die weichen und