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Titel und Titulatur.
burg-Sondershausen. Die graduirten Personen,die ein solcher Pfalzgraf durch eine Bulle erhoben oderpromovirt halte, wurden Lulluti genannt, und dadurchvon denen unterschieden, die dergleichen Ehrentitel aufUniversitäten erhalten hatten.— Wenn in England derKönig, auch die Königin, als Regentin, Jemanden zumBaron. Grafen, ernennt, so gilt er dafür beim Volke,und Jeder, auch selbst der König, nennt ihn Mylord.Dasselbe gilt auch in Italien mit dem Titel Monsi-tz nori, welchen der Pabst ertheilt. Dieses war abervor der Revolution nicht in Frankreich der Fall; dennwenn auch der König einer Gerichtsperson oder einemFinanzbeamten ein wirkliches Marquisat schenkte, sowurde er doch, dieser Schenkung halber, nicht HerrMarquis genannt, dagegen kam mancher geweckterKopf, mancher Habenichts (Uomme äe rivo) ausder Provinz nach Paris, und machte im Spiele oderauf sonst eine Weise sein Glück, und nannte sich HerrMarquis, oder wohl gar Graf oder Dicegraf(Vioomte), blieb es, und erbte diesen Titel auf seineKinder fort. Und wie manchen usurpirten Adel mag esnicht in Deutschland geben. Wer kann eine Controledarüber führen, wenn nicht bei Vergehen in der gericht-lichenUntersuchung der angemaßte Stand entdeckt wird.In großen Städten leben oft Personen unter angenom-menen Titeln, oder man legt ihnen aus Unkunde einenTitel bei, und dieser wird angenommen, und pflanzt sichfort. Dergleichen Fälle haben sich so häufig ergeben, daßjeder Zweifel deshalb längst gehoben ist. Wir lachen überdie Titelsucht der Chinesen und anderer Morgenländi-schen Völker, und machen es nicht besser, nicht mit denschon oben angeführten Titeln, nicht mit demHochdie-selben, Höchstdieselben, Hochdero und Diesel-den, sondern daß man gegen alleSprachregeln und al-len Sprachgebrauch, ja gegen oder wider die Vernunftbei den concreten Nennwörtern in der Einheit, dasVer-
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