Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Titelbuchstab. Titelsucht.

Titelblatt enthält, an den der Titel angeschossen worden,welches gewöhnlich der Letzte des Werkes ist, nur bei demAusgange des Werkes mit einem halben oder Viertel-bogen wird er an den vorhergehenden Bogen angeschos-sen, weil man den Titel nicht gern auf einen halben Do-gen rc. bringt.

Titelbuchstab, beim Buchdrucker, Lettern oder Buch-staben, die über sich einen Strich haben, und folglichzwei dergleichen Buchstaben bedeuten sollen, z. B. inbedeutet mm, n bedeutet nn. Diese Buchstaben sind aber- in neuester Zeit auS der Mode gekommen, und werdennur noch selten gebraucht, außer wenn etwa der Setzerbeim Corrigiren einen solchen Buchstaben des Raumeswegen einschiebt.

Titelkupfer, ein Kupferstich, welcher dem Titel beigege-bcN, zur Seite des Titels gebunden wird, und irgend ei-nen Gegenstand im Werke anschaulich macht oder er-klärt. Ist dieses der Fall, so ist die Seitenzahl daraufbemerkt, wo man diese Stelle im Texte findet; ist dasKupfer aber eine bloße Zugabe zur Verzierung des Wer-kes, oder enthält es daS Bildniß des Verfassers oder ei-ner andern hohen oder ausgezeichneten Person, so fehltnatürlich jede auf das Buch sich beziehende Bemerkung,es ist dann als eine bloße Zugabe zur Auszeichnung desWerkes zu betrachten. Dasselbe ist auch der Fall mitder Titel Vignette, die zwischen den Haupttitel undden Namen der Stadt und des Verlegers (Handlungs-firma) rc. zu stehen kommt, also auf dem Titel selbststeht. Die Vignetten beziehen sich gewöhnlich auf eineStelle im Werke.

Titelsucht, Titulomanie, eine Begierde sich mit Ti-teln zu schmücken, nach Titeln zu streben, nur darin eineAnerkennung seiner Verdienste zu suchen, ja sogar inSchreiben rc. diese Ehrenbezeugungen für sich als einzukommendes Recht zu fordern, und selbst von denjcni-