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Tod.
liche, SaS immer mit dem Einfalle drohende und abge-nutzte Gebäude gleichsam wieder ausgebessert, sammelnsich nicht die zerstreueten Lebenspriuzipe wieder, und wer- «breiten sich in alle Theile des im Schlafe erstorbencnLeibes von Neuem? — Der, welcher am Abende ganzkraftlos kaum noch seine Glieder bewegen, kaum »ochseine Augen offen erhalten konnte; wie munter ist ernach einem gesunden und erquickenden Schlaf? — Ersteht beim Erwachen als ein ganz anderer, als ein ganzneuer Mensch auf, der sich fühlt, daß er alle seine Glie-der gestärkt, mit muntern Kräften begabt, fähig ist. seinTagewerk zu übernehmen. — Groß ist diese Wohlthat,die wir dem Schöpfer mit dem Andrucke eines jedenTages zu danken baben; allein diejenige ist noch grö-ßer, die wir im Tode erhalten, der eben deshalb eineso große Aehnlichkeit mit dem Schlafe hat, weil er dasMittel ist, nicht nur länger, sondern auch böchstwahr-scheinlich besser zu leben, indem wir mit der Unsterblich-keit auch den Lohn sür unsere Thaten vereinigen. Un-sere Hoffnungen gehen daher weiter, gehen über dieseLebenssphäre hinaus, und erstrecken sich in eine Ewig-keit. Unser gegenwärtiger schwacher und hinfälliger Leibist zu einem höheren und geistigen Leben ganz unfä-hig. Der Tod macht uns allein fähig dazu; mit ihmkommt unser Schlaf, dem wir einen abgenutzten, entkräf-teten, siechen und unvollkommenen Leib übergeben, nicktum ihn zu verlieren, sondern um ihn besser und voll-kommener wieder zu erhalten; er macht uns, so wie derSchlaf, Hoffnung zum Erwachen, und dann für einenhinfälligen, Krankheiten. Schmerzen, und tausend unan-genehmen Zufällen ausgesetzten Leib, einen unsterblichenzu empfangen, der einem verklärten, das heißt, geistigenLeibe ähnlich werden soll. — Welchen Trost giebt unsnicht bei unserm Einschlafe» die Hoffnung, wieder zu er-wachen, und welche Beruhigung für uns in der Stundedes Todes, daß zwischen Tod und Schlaf eine Aehnlich-keit Statt finde. — Wem aber der Tod ein Schlafseyn, wem er Ruhe nach der Arbeit bringen soll, dermuß auch wirklich gearbeitet, und so gearbeitet baben,daß der Schlaf für ihn wirklich erqnickend sey» könne;den» nur der schläft süß, der des Tages Last und Hitze