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Todtensaal.
nen in den weißen Kalksteinfelsen gehauenen Paß in einenoffenen Hof von 40 Fuß im Gevierte, der einem Stein-bruche gleicht, hinabsteigt. Auf der ganz platt gehaue-nen Westseite dieses Raumes gewahrt man die gegen30 Fuß breite Oeffnung einer Höhle, über welcher einGebälk mit einem Fries liegt, das schöne, aber meist be-schädigte Bildhauerarbciten hat. Tritt man in dieseOeffnung und wendet sich links, so gelangt man zu demEingänge einer andern Höhle, die aber sehr niedrig undverschüttet ist, daß man nur mit Mühe Hineindringenkann. Endlich gelangt man mit brennender Kerze, daman ohne Leuchte die Gräber nicht besuchen kann. inein großes in die Felsen gehauenes Grab, an dessenSeiten sich andere viereckige Oeffnungen finden, die zuinneren Kammern führen. Jede dieser sechs bis siebenSäle oder Kammern ist mit ungemeincr Genauigkeitousgebaucn, und hat glatte Wände. Einige sind mitBildwerk von Weinlaub und Trauben verziert, wobeider Künstler aber jede Anspielung auf Gegenstände ver-mieden zu haben scheint, die gewöhnlich als Sinnbilderdes Todes gewählt werden. Was sich von diesen Bild-werken noch erhalten hat, ist mit ungemeinerKunst, nachdem Urtheile von mehreren Reisenden, ausgeführt. DieseSäle oder Kammern waren früher mit steinernen Thü-ren verschlossen, welche sich auf Angeln bewegten, diegleichfalls aus dem Felsen gehauen waren. Maun-drcll sah 1697 eine dieser Thüren sich noch auf ihrenAngeln drehen; neuere Reisende haben sie nicht gefun-den, sahen aber eine sehr sauber gearbeiteteThür in Ge-stalt von Feldern ausgehauen, wie von feinstem Holze,sauber poiirt, ungefähr ^ Fuß dick, und ganz unbeschädi-get; sie hatte sich ursprünglich gleichfalls auf ihrem ausdem Felsen gehauenen Zapfen bewegt. Fig. 9184 zeigteine solche steinerne Thür einer Todtenkammer. In al-len Sälen oder Kammern, ausgenommen in der große-
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