Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Todtenschlaf.

ausgestellt, und müssen bei verschiedenen Fällen vorge-zeigt werden, wodurch man etwas, den Verstorbenen an-gehend, erlangen will.

Todtenschlaf, im gewöhnlichen Leben, den höchsten Gradeines festen, unerwecklichen Schlafes zu bezeichnen, wel-cher sich gewöhnlich nach großer Ermüdung, großer kör-perlicher Thätigkeit einzustellen pflegt. Es ist eigentlichder vollkommenste und natürlichste Schlaf, und kommteiner gänzlichen Uuempfindlichkeit gleich. Man erinnertsich nicht deutlich was vorgegangen, wie es im Schlum-mern der Fall ist, auch nicht die Länge der Zeit, dieman in diesem Zustande zugebracht hat, und alle See-lenwirkungen scheinen fast gleichmäßig aufgehoben zuseyn. Der Quell der Lebenskraft scheint während desSchlafes auf eine Weile fast ganz erschöpft, und zu dengewöhnlichen Aeußerungen des Wirkens kaum fähig zuseyn. Daher empfindet der Tiefschläfer oft keine, auchnoch so heftige Berührung; denn es giebt Leute, die >man sehr schwer wieder aus dem Schlafe zu sich selbstbringen kann, und dieses sind diejenigen, die man imTodeSschlafe zu liegen vorgiebt, weil sie aus demselbenschwer zu bringen sind; von Allem, was um sie vorgeht,nichts empfinden, selbst durch das stärkste Geräusch, dasAuf- und Zuwerfen der Thür, das laute Sprechen,Klopfen re., sind sie nicht zu erwecken, und wenn mansie beim Arme heftig hin- und herzieht, so geben sieschnell einige Zeichen von ihrem Daseyn, schlafen abersogleich wieder fest ein, und wenn sie dann erwachen,wissen sie nichts von dem, was mit ihnen vorgegangenist; sie sind also vollkommen abwesend von Allem, wassie umgiebt. Den Todtenschlaf kann man den kräftig-sien und gesundestcn Schlaf nennen, weil die Seele darinam wenigsten thätig ist, wenigstens ist der Schlafendesich der Träume nicht bewußt, sie sind bloß vorüberge-hende Erscheinungen, die sein Gedächtniß wenig berüh-ren, und vielleicht gar nicht zu der Zeit, da sein Erwa-