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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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536 Todtenfonntag. Todtentanz.

hat gesehen, daß Soldaten, die lange sich des Schlafesmit Gewalt enthalten haben, mitten unter den Kano-nenschüssen, und Neger, die man mit Schlägen von,Schlafe abhalten und an die Arbeit treiben wollte, zu-letzt selbst während des Schlagens eingeschlafen sind; somächtig wirkt der Schlaf! Der tiefe oder Todtenschlafist daher, wenn keineKrankheitsanlagen vorhanden sind,ein sicherer Beweis von einem durchaus gesunden Schlafe,der alle Glieder stählt und stärkt, und da, wo er vor-handen ist, muß man ihn ja nicht durch Gegenmittel zuverscheuchen suchen, sich nicht zum Wachen zwingen,und Alles aufbieten, um ihn zu verhindern; man wirdnur zu bald gewahr werden, welchen Schaden man demKörper dadurch zufügt, und weichen Nachtheil es ausdie Lebensverrichtungen hat. S. auch den Art. Schlaf,Th. 145. S. 79 u. f.

Todtenfonntag, s. Lätare.Sonntag, Th. 58,S. 684 u. f.

Todtentanz, eigentlich ein Tanz der Todten oder Der.storbene»; dann sinnbildlich eine Vorstellung, in welcherder Tod Personen von allen Ständen, Alter und Ge-schlechte zum Tanze auffordert, um dadurch die Wahr-heil der unvermeidlichen Sterblichkeit aller Menschen,ohne Berücksichtigung des Ranges, Standes, Altersund Geschlechts anschaulich zu machen. Kn der Darstel-lung eines solchen Gemäldes hat sich zuerst NikolausManuel ausgezeichnet. Don ihm soll der berühmteTodtentanz in Fresko gemalt worden seyn, welchersich bei der Prediger-, jetzt Französischen Kirche in Bernan der Mauer des vormaligen Dominikaner-Gartens, jetztKirchhofs, befand, jetzt aber nicht mehr vorhanden ist.Der Künstler stellte darin den Tod in einer stets wechselndenGestalt vor, wie er keinen Stand schont, sondern vomPabste und Kaiser bis auf den geringsten Menschen, denBettler, Alles wegrafft. Dieses Gemälde war um somerkwürdiger, weil die meisten der darin vorgestellten