Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Todtschlag.

mithin urtheilt er, da dieses doch auch bei der ärztlichenBehandlung möglich ist, so kann es auch bei den Haus-mitteln geschehen, und beruft sich auf den schon oben an-geführten Spruch: Vor dem Tode kein Kraut ge-wachsen ist. Andere scheuen dagegen die Unkosten, undgeben dafür lieber Gesundheit und Leben hin. Vornan,-lich sind in diesen Stücken oft die Kinder oder (An-kömmlinge gegen die Eltern, die ohnedies immer derDorwurf ihres Neides sind, vielfältig grausam. Wieunempfindlich ist nicht oft der junge starke Bauer gegendie kranken und schwachen Alten. Jener glaubt diesennur so lange Erkenntlichkeit schuldig zu seyn, als siearbeiten können. Die Alten haben gemeiniglich für ihrsauer Erworbenes und Erspartes kärglichen Unterhaltund Pflege von den jungen Leuten erkauft; da sie aberaußer Stande sind, den Jungen den stets offenen Halszu füllen, und nun ihres Beistandes am mchrsten bedür-fen, kehren sie ihnen treulos den Rücken und überlassensie ihrem Schicksale, daß also den guten Alten ihre weni-gen Tage und Stunden durch härtere Plagen verkürztwerden. Man gewahrt dieses oft in den Provinzen, woder Auszug oder das Alttheil im Gebrauche ist;wo also die Eltern den Kindern die Wirthschaft' über-lassen, und sich auf daS Altthcil setzen, welches darin be-steht, daß der Uebernehmer oder Käufer des Guts ver-pflichtet ist, ihnen Wohnung, einen Antheil des Landes,auch ein Stück Vieh und Futter dafür zu überlassen,welches sie, so lange sie leben, genießen, und weshalb siedenn oft beneidet und gedrückt werden, selbst von ihreneigenen Kindern, die nicht in Betrachtung ziehen, daß siebis dahin von ihnen genährt und unterhalten worden,daß sie unter ihrer Obhut zu kräftigen Männern heran-gereift sind, und jetzt dasjenige, was sie genossen haben,ihren Eltern wieder dankbar vergüten sollen, da diese jetztwieder kraftlos und zu Kindern hcrabgesunkcn sind,und ihres Beistandes bedürfen. — Es ist also klar, daß