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Ton.
Französische Volk befindet sich durch seine Sprache wiein dem Kreise einer elektrischen Strömung, die es in ei-ner magnetischen Berührung erhält mit allen wesent-lichen Lebenselementen, die dasDascyn der Nation aus-machen. DieFranzösische Sprache überliefert durch ihrebrillante Derstandeslogik, und durch ihre ideengemäßenFormen, die jedes populäre Bewußtseyn sich aneignen undauswendig lernen kann, eine gewisse Macht und Be-weglichkcit des Denkens auch dem Volke. Wie desganzen Körpers Blutsystem im Herzen sich ausmündet,so ist die Sprache das eigentliche Herz der FranzösischenNation, in dem es seine ganze Lebensthätigkeit vermit-telt und ausbreitet. In Frankreich ist die Sprache Al-les, und Alles wird zur Sprache, die feinste Mcinungs-nüance vermag sich hier sogleich in die Rede umzusetzen,und diesem außerordentlichen Gewinn für die allgemeineBildung hastet vielleicht nur der eine Nachtheil an, daßdie Individualität dabei an ihrem Werthe verliert, unddaß da, wo Alles Rede ist, leicht Alles zur Redensartwird. Man muß erstaunen über das schöne Sprechen,über den logischen Vortrug, wenn man das gemeineFranzösische Volk reden hört. Wie viel anmuthige, edleund geistreiche Beziehungen sind nicht in seiner Gewalt,bloß durch dcn Talismann des gebildeten und elastischenSprachausdrucks, der auch in die geistige» Gebiete wieeine Wünschelruthe hineinreicht. In der Eigenthümlich-keit der Französischen Sprache liegen alle Elemente desNationalcharakters selbst, wie in einem klarenSpiegel aus-gedrückt; es ist erstens das intellektuelle, dann das ritter-liche und chevalereske, und drittens auch das schauspie-lernde und charlatanartige Wesen, das sich darin seinenpersönlichen und nationellcn Typus geschaffen hat. Derchevalereske Klang dieser Sprache bezeichnet ferner eineNationalität, der man den persönlichen Muth bei allerGelegenheit zugestehen muß; denn der gewöhnliche Fran-zose nimmt oft etwas Ritterliches an durch den schlagfcr-