Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Ton.

Männerwelt anklebte, und die Französische Sitte nichtganz zu entfernen vermochte, milderte, den gescllschast-lichen Umgang inniger und herzlicher machte, indem erauf das Gemüth durch alle Regungen der Hingebungund Liebe wirkte, die Musik und das Schauspiel dadurchin Aufnahme brachte, und die Liebe für das Französi.sche, wenn nicht ganz tödtcte, doch sehr verminderte.Man gewahrte doch einen Gesellschaftston, der sich ausder Deutschen Lektüre entwickelte, und der die DeutscheSprache zu Ansehen und Würde brachte. Und war die-ser Ton gleich schwärmerisch, so hatte er doch die Tu-gend im Gefolge, mithin war er dem gesellschaftlichenLeben nicht so nachtheilig, wie man ihn schildert, undum so weniger, da er, wie schon gesagt, so herrlicheFrüchte auf die Deutsche Sprache und die Musik her-vorbrachte; denn es folgten unzählige Nachahmer, diezwar hinter diesen Originalen zurückblicken, aber dochauf den Fortgang des Tons wirkten. Was sonst dieFranzösischen Schöngeister auf den gesellschaftlichen Ton,auch bei den Deutschen gewirkt hatten, namentlich inder letzten Zeit, vor dem Aufgange der Morgenröthe un-serer schönen Literatur, als Tonangeberin, Voltaireund Rousseau, das wirkten jetzt die Deutschen; manwurde gleichsam elektrrsi't, so schnell war die Umgestal-tung vom Französischen zum Deutschen, und traf sieauch nicht durchweg die höheren Gesellschaftsklassen desVolks, in welchen sich noch der Französische Ton inSprache und Sitten erhielt, so doch die Gebildeten ausdem Mittelstände desselben, ging der Ton in das eigent-liche Volk über; und wirklich gebührt diesen beidenDeutschen Schriftstellern, im Vereine mit Wie landund Lessing, das Verdienst, den Geschmack auf Deut-sche Sprache und Sitte gelenkt, und auch unsere Prosain Ansehen gebracht zu haben, was in gebundener Redemehrere Dichter schon früher zu bewirken anfingen. AIsnun noch Schiller mit seinen Räubern und seinen